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Hafencity
Wirtschaft:
Bei dem Bau eines Großprojektes im Herzen der Stadt, haben wir
Bedenken, dass mittelfristig die Randbezirke Hamburgs vernachlässigt
werden. Wir fordern, dass die Wirtschaftsstandorte in den Randbezirken
weiterhin gefördert werden. Wir sehen aber in der Hafencity die
Chance, die City und den Süden Hamburgs enger miteinander zu verbinden.
Wir sprechen
uns für die Einführung der U4 in die Hafencity
aus. Die Vorteile hierfür sind die hohe Kapazität, die vereinfachte
Weiterführung in den Süden Hamburgs sowie die leichtere Integration
in das restliche Netz des ÖPNVs. Wir fordern jedoch, dass es eine
zweite U-Bahnstation im Osten der Hafencity geben muss, da das Fassungsvermögen
einer Station nicht ausreichend ist, um die erforderliche Personenbeförderung
zu gewährleisten.
Wohnen:
Laut Masterplan sollen ca. 12.000 Menschen in die Hafencity ziehen. Für
die Kinder der dort lebenden Familien ist eine Grund- und Sekundärschule
von Nöten. Wir begrüßen den Bau dieser Schulen im Umfeld
des „Loseparks“, da sich in dieser Umgebung nach Expertenmeinung
die meisten Familien niederlassen werden. Des weiteren fordern wir, dass
in den Hauptwohngebieten Spielplätze eingerichtet werden.
Umwelt:
Wir begrüßen, dass in der Planung der Hafencity als Wirtschaftsschwerpunkt
Rücksicht auf moderne Umweltstandards genommen wurde. Auf Grund
der hohen Investitionskosten und der momentanen Wirtschaftslage halten
wir die Verwendung von Passivhäusern als eventuelle Bauauflage für
bedenklich, da dieses Investoren abschrecken könnte. Des weiteren
halten wir den Bau von Passivhäusern in der Hafencity für zukunftsweisend
und weisen auf die bereits bestehenden staatlichen Subventionsmöglichkeiten
hin.
Kultur:
Wir stellen fest, dass kulturelle Einrichtungen, wie ein maritimes Museum
in der Hafencity geplant sind. Zudem fordern wir den verstärkten
Bau von kulturellen und historisch-bildenden Einrichtungen, wie einem
Hanse-Infocenter oder einem Museumshafen, die einen attraktiven Anziehungspunkt
für Touristen darstellen. Des weiteren sehen wir die Notwendigkeit,
die Hafencity auch für junge Menschen attraktiv zu gestalten.
Ein Beitrag würde eine „ausgefallene Jugendeinrichtung“,
wie eine Unterwasserdisko oder ein Wassersportcenter leisten, welche
die Nähe zum Wasser, also die Identität der Hafencity widerspiegelt.
Airbuserweiterung/
Ortsumgehung
Finkenwerder
Feststellung:
Zur Entlastung Finkenwerders gibt es unterschiedliche Trassenalternativen.
Zum einen ist die Südtrasse beschlossen, die zum Teil zur Zerstörung
der hiesigen Obstanbauflächen und zur Zerschneidung des noch intakten
Naturraumes der alten Süderelbe führt:
Durch eine Verlegung der Straße des Neßhauptdeich südlich
der Werksgelände der Airbus wird schon zum Teil die Bezirkstrasse
realisiert. Dies stellt die Planung durch die Südumgehung in Frage.
Der zeitliche Horizont zwischen der Realisierung der Südumgehung
(2006) und der A 26 (2010), genauso die Planung der Südumgehung
in Frage stellt.
Forderung:
Für die betroffenen Obstbaubetriebe und Bevölkerung müssen
Lösungen gefunden werden, die nicht nur auf Finkenwerderseite akzeptabel
sind, sondern auch im Harburgerbezirk. Die obstbauschonenden Realisierung
der A26 und die Realisierung des Werksausschusses der Airbus über
die Verlegung des Neßhauptdeiches als Teil der Bezirkstrasse und
dadurch auch die Akzeptanz für diese Straßenbaumaßnahen
in Bezirk Harburg herzustellen und ein unsinniges Vermehren an Straßenbaumaßnahmen
sind zu vermeiden. Hierzu äußerte sich schon vor der Wahl
unser 1.Bürgermeister Ole von Beust, dass dieser Raum Keine zwei
so gravierende Trassen vertrüge. Dieses Wahlversprechen sollte
eingehalten werden.
Feststellung:
Die
von der Erweiterung des Airbusgeländes und der Straßenbaumaßnahmen
betroffenen Obstbaubetrieben müssen genauso die Möglichkeiten
zum Wachstum und zur Optimierung ihrer Betriebsstrukturen (Flächenwachstum)
erhalten wie Großbetriebe z.B Airbus denen ca. 140 ha (Mühlenbergerloch)
zur Verfügung gestellt wurde.
Forderung:
Durch
den Interessenkonflikt von Obstanbaubetrieben und der auzugleichenden
Baumaßnahem (Flächenbedarf) sollte es nicht weiter zur Schwächung
der Obstbaubetriebe kommen.
Feststellung:
Wir
haben festgestellt, dass es für betroffene Bewohner nicht verständlich
ist, Teile einer gewachsenen Struktur für ein Prestigeobjekt, dem
A380, aufzugeben, da aus ihrer Sicht kein zwingender Grund vorliegt.
Die beladenen Testflüge können besser in Toulouse ablaufen,
da dort die benötigte Landebahn bereits vorhanden ist.
Forderung:
Verzicht
auf die beladenen Testflüge des A380 im Hamburgerischen
Bereich und der Erhalt der Ortschaft Neuenfelde mit allen Kulturgütern
wie z.B. der Kirche und der einmaligen Arp-Schnitger-Orgel.
Feststellung:
Aus Sicht der betroffenen Bewohner des Süderelberaumes speziell
Neuenfelde, stellt sich die Planung des Senats als sogenannte „Salamitaktik“ dar.
Forderung:
Es
wäre wünschenswert, wenn die betroffene Bevölkerung
in die Planung einbezogen würde und Maßnahmen als Gesamtheit
in die Planfeststellung gehen und nicht nur scheibchenweise nach geliefert
wird. Diese Art der Vorgehensweise ist schädlich für die Akzeptanz
dieser Maßnahmen in dem betroffenen Raum und fördert nicht
die Glaubwürdigkeit des Hamburgersenats (z.B. Verlängerung
der Start- und Landebahn).
Zusätzliche
Forderung:
Verstärkter Ausgleich von Airbus, z.B. Bereitstellung der Hallendächer
für Solarzellen
Infrastruktur / ÖPNV
I. Verkehrsanbindung Bramfeld/Hafencity
Feststellung:
Wir stellen fest, dass zwar bereits seit langer Zeit die Linie U4
geplant wird, eine dadurch entstehende Anbindung der zentralen Orte
Steilshoop, Bramfeld und der Hafencity erreicht würde, jedoch
eine Planung erfolgt, die eine Stadtbahn völlig ausschließt
und die zeitliche und finanzielle Priorität des Ausbaus der U4
klar in den Bereich der Hafencity setzt. Unklar ist, wie die U4 zwischen
Barmbek und Bramfeld finanziert werden soll.
Forderung:
Wir fordern
unbedingte Priorität für eine Schienenanbindung
der Strecke nach Bramfeld über Steilshoop, da die Bewohner dieser
Region bereits seit ca. 30 Jahren auf diese Anbindung warten und sie
verkehrstechnisch nötig ist. Für die Strecke Barmbek-Steilshoop/Bramfeld
schlagen wir den Ausbau einer U-Bahn Linie vor (U4), da Steilshoop
bereits eine U-Bahn Station besitzt und das Straßennetz dort
nicht zusätzlich
durch eine Stadtbahn belastet werden sollte.
II.
Süderweiterung
des HVV-Bereichs
Feststellung:
Wir stellen fest, dass der HVV seinen Tarifbereich zum 15.12.2002
in die schleswig-holsteinischen Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn
und Lauenburg ausgeweitet hat, die niedersächsischen Landkreise
Harburg, Stade und Lüneburg in der geplanten Erweiterung zeitlich
aber weit zurückliegen. Es gibt aufgrund verschiedener Probleme
kein bestimmtes Datum für die HVV-Süderweiterung.
Forderung:
2.1 Wir fordern, dass die Gespräche zwischen den Verantwortlichen
der Freien- und Hansestadt Hamburg und den betroffenen Landkreisen intensiviert
und vorangetrieben werden. Möglichst bald sollten die Verkehrsbetriebe
der betroffenen niedersächsischen Landkreise mit dem HVV kooperieren
und ein gemeinsames Tarifsystem einführen.
III. Nachtverkehr
Feststellung:
Wir stellen fest, dass die Schnellbahnen des HVV zur Zeit zwischen
ca. 0:30 Uhr und 4:30 Uhr im Regelfall nicht verkehren, statt dessen
findet der Personentransport ausschließlich mit Bussen statt.
Dieser hat im Gegensatz zu dem Tagesbetrieb zahlreiche Nachteile:
- Nicht
ausreichende Anbindung aller Stadtteile an den ÖPNV
- Chronische Überfüllung
zu den Stoßzeiten insbesondere
am Wochenende
- Zu langer Übergang
zwischen der letzten Schnellbahn und dem ersten Nachtbus.
Forderung:
Wir fordern,
dass S-Bahnen abgeschaltet und das Nachbusangebot gesteigert wird.
Wir
empfehlen, das Nachtbussystem zu diesen Zeiten auszubauen und statt dessen
den regulären Busbetrieb während der Nachtzeiten
mit geringeren Taktungen fahren zu lassen.
IV. Behindertengerechter
Ausbau aller Bahnstationen
Feststellung:
Wir stellen fest, dass zur Zeit nur 53 von 146 Bahnstationen behindertengerecht
ausgebaut sind und weitere 13 Bahnstationen in Planung sind.
Wir stellen fest, dass die Mittel aus der Stellplatzabgabe nicht
mehr in vollem Umfang für den behindertengerechten Ausbau von Bahnstationen
genutzt werden.
Forderung:
Wir fordern, dass zusätzliche Mittel aus der Stellpatzabgabe
bereitgestellt werden, um den behindertengerechten Ausbau aller Bahnstationen
zu beschleunigen.
V.
Einführung eines Jugendtickets im ÖPNV
Feststellung:
Wir stellen
fest, dass es keine ermäßigte Einzelfahrkarte
für Jugendliche über 14 Jahren gibt. Eine Hin- und Rückfahrt
im Gesamtbereich des HVV kann so für Jugendliche bis zu 12 Euro
kosten.
Forderung:
Wir fordern die Einführung einer Einzelfahrkarte für Jugendliche über
14 Jahren, die es auch Jugendlichen ermöglicht, kostengünstig
den HVV zu benutzen.
Wir empfehlen, dass diese Einzelfahrkarte höchstens die Hälfte
des normalen Erwachsenentarifs im Großbereich Hamburg beträgt.
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