Aufgrund unserer Arbeit:
stellen
wir fest, dass Polizisten bei Demonstrationen nicht identifizierbar
sind.
Wir fordern deswegen Erkennungsschilder für alle Polizisten als
Pflicht bei Demonstrationen.
fordern, dass die Polizisten gegenüber jeglichen Teilnehmern
einer Demonstration ihrer Auskunftspflicht nachkommen und somit das
bestehende Recht befolgt wird.
stellen wir fest, dass es nach 16.00 h und am Wochenende nicht möglich
ist bei Ingewahrsamnahmen einen Haftrichter vor Ort zu haben.
Wir fordern, dass zu jeder Zeit ein Haftrichter bei Ingewahrsamnahmen
vor Ort ist.
Wir
fordern, dass ein Polizeipsychologe bei jeder Demonstration vor Ort
ist.
Wir fordern die uneingeschränkte Einsicht in die Polizeivideos
des 24.03.2003 und generell.
Wir stellen fest, dass die Polizeiführung nicht alle Mittel der
Deeskalation genutzt hat.
Im Verhältnisrecht wurde von Seiten der Polizei nicht korrekt gehandelt.
Wir fordern dieses für die Zukunft zu beachten.
Wir
stellen fest, dass die SchülerInnen zu wenig über ihre
eigenen Rechte und Pflichten in Bezug auf eine Demonstration informiert
worden sind.
Wir fordern, dass die Aufklärung durch eine Vor- und Nachbereitung
im Unterricht stattfindet.
Wir
haben uns zudem auch mit der parlamentarischen Nachbereitung der Schülerdemonstration
auseinandergesetzt. Auch dazu wollen wir an dieser Stelle etwas aussagen:
Wir
heißen es nicht für gut, wie sich Vertreter der Schill-Partei
in der Sitzung des Innenausschusses zum Thema Schülerdemonstration
vom 24.03.2003 verhalten haben.
Durch die Blockade der Zuschauersitze, war ein Großteil der Öffentlichkeit
und damit die betroffenen Schüler gehindert der Sitzung beizuwohnen.
Wir
verurteilen den Umgang mit diesem Thema in der aktuellen Stunde der
Hamburgischen
Bürgerschaft. Dort wurde nicht konstruktiv diskutiert,
sondern einander beschimpft und sich nicht an die parlamentarischen
Regeln gehalten.
Obwohl
wir (Ausschussmitglieder) hiermit einige Ergebnisse unserer Arbeit
ausgearbeitet haben, haben wir gemerkt, dass die Auseinandersetzung
mit
den Vorfällen auf der Schülerdemonstration vom 24.03.2003 nicht
in 3 Tagen zu bewältigen ist und nicht nur eine moralische Bewertung
der Ereignisse erforderlich ist, sondern auch rechtliche Fragen behandelt
werden müssen.
Dazu sahen wir uns nicht im Stande und fordern deshalb
einen parlamentarischen
Untersuchungsausschuss zu den Vorfällen
auf der Schülerdemonstration vom 24.03.2003
Aufgrund
unserer Arbeit sind wir abschließend zu der Meinung gelangt,
dass die Polizei in einigen Fällen rechtswidrig, aber allgemein
unmoralisch gehandelt hat.
Dabei blenden wir den Fakt aber nicht aus, dass einige Demonstranten
mit Gegenständen auf die Polizei geworfen haben, was wir an dieser
Stelle aber gleichermaßen verurteilen.
Aus Zeugenberichten
haben wir erfahren, dass unschuldige Schüler
mit Knüppeln geschlagen wurden, obwohl der Einsatz dieser nicht
erlaubt war und das es zusätzlich unterlassene Hilfeleistung und
Freiheitsberaubung gab.
Wir fordern, dass sich die Polizei für zukünftige Demonstrationen
nach friedlicheren Maßnahmen (z.B. keine unschuldigen Schüler
in Gewahrsam nehmen etc) umsieht, um Eskalationen, wie sie am 24.03.2003
aufgetreten sind, zu vermeiden. Außerdem wünschen wir ein
gewaltfreies Verhalten der Demonstranten.