| Prävention
Nicht die
Anzahl gewalt-spezifischer Straftaten hat zugenommen, wohl aber die Qualität
der Gewalt. Ursachen für Gewalt sind familiäre Probleme, schlechtes
soziales Umfeld und fehlende Bildung. Als gefährliche Ballungszentren
der Gewalt sehen wir Schulen, Jugendzentren, Diskotheken, Bahnhöfe
und sozialschwache Wohngegenden an.
Deshalb
fordern wir:
Es
muss eine stärkere Arbeit im Bereich der vorbeugenden Maßnahmen
geleistet werden. Hierzu zählen Trainingseinheiten für kommunikative
Lösungen von Streitfragen. Diese Trainingseinheiten sollten als schulische
Veranstaltungen bereits in der Orientierungsstufe durchgeführt werden,
um das Sozialverhalten der Jugendlichen zu fördern. Ein Beispielhaftes
Programm gibt es in der Schweiz (Chili-Training).
Mehr
Betreuung von Jugendlichen in Form von Ganztagsschulen. Der Nachmittagsunterricht
sollte die Vermehrung und Verbesserung von kreativen Freizeitangeboten
gewährleisten.
Wir
fordern darüber hinaus das Aufstellen von Ganzkörpermetalldetektoren
vor Diskotheken. Der Staat sollte diese Einrichtungen gesetzlich vorschreiben.
Die entstehenden Kosten sollen durch die Betreiber
übernommen werden.
Bekämpfung
Maßnahmen:
Für
IntensivtäterInnen fordern wir intensive pädagogische Betreuung
in geschlossenen Heimen, da die Jugendlichen aus ihrem gewohnten Umfeld
herausgenommen werden müssen, um einen Rückfall in die Illegalität
zu verhindern.
Bei
Haftstrafen fordern wir eine Perspektivenverbesserung in Form einer Aus-,
bzw. Weiterbildung, in deren Verlauf die Jugendlichen grundlegende und
weiterführende Qualifikationen erwerben können.
Die
jugendlichen StraftäterInnen müssen auch nach der Haft psychologisch
betreut werden, um sie vor einem Rückfall zu bewahren.
Als
erzieherische Maßnahme sollte verstärkt der TäterIn-Opfer-Ausgleich
angeboten werden. Dadurch wird eine stärkere Auseinandersetzung mit
der Tat selbst und der Situation des Opfers ermöglicht.
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