| Innere
Sicherheit
1.
Wir stellen fest:
dass die Informationspolitik
der Behörde für Inneres lückenhaft ist, was in der Öffentlichkeit
zu Verwirrungen und Missverständnissen führt.
Wir fordern:
deshalb eine
Veränderung der Informationspolitik, welche die Veröffentlichung
konkreter Konzepte beinhaltet.
2.
Wir stellen fest:
dass es Ziel
sein muss, mehr innere Sicherheit in Hamburg gewährleisten zu können.
Wir fordern:
erhöhte
Polizeipräsenz
Die
Polizeibeamten sollte durch mehr Verwaltungspersonal auf den Polizeiwachen
entlastet werden. Diese sollten aufgaben wie Protokollierungen von Anzeigen
übernehmen. Dieses Personal könnte im Rahmen der ABM-Maßnahmen
sichergestellt werden.
Zu
mehr Zivilcourage aufzrufen, diese auch im Rahmen der Gesetze stärker
zu gewichten und strafrechtliche Verfolgung bei unterlassener Hilfeleistung
konsequenter durchzusetzen. Diese kann durch Aufklärung an Schulen,
in Büros, durch die Volkshochschule oder Medien Verhaltensweisen
und die Bedeutung von Zivilcourage vermitteln.
Größere
Kontrolle von Warenumschlagplätzen, wie beispielsweise dem Hafen,
dem Flughafen oder Bahnhöfen, um Drogen schon vor dem Verkauf sicher
zu stellen.
Stärkere
Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Großverbrechen,
speziell von international agierenden Banden (Menschenhandel und illegale
Einschleusungen, Drogenkriminalität und Schieberbanden)
3.
Die in den Medien mehrmals als Alternative genannte, bewaffnete Bürgerwehr
oder vergleichbare Vorschläge, lehnen wir aus folgenden Gründen
ab:
Bürgerwehr
o. ä. würde sich aus Privatpersonen zusammensetzen, die nicht
ausführlich genug ausgebildet wären, um der Verantwortung und
Bedeutung ihrer Aufgabe nachkommen zu können. Diesen Personen würden
zahlreiche Fertigkeiten fehlen, die in entscheidenden Situationen nicht
nur die Leben anderer Menschen, sondern auch ihr eigenes gefährden
würden.
Außerdem
befürchtet der Unterausschuss, dass Angehörige der Bürgerwehr
sich möglicherweise Zivilisten überlegen fühlen würden,
da sie als Angehörige dieser Einsatztruppen einen anderen Status
genießen.
Wir
befürchten, dass solche Konzepte zum Ausleben privater Konflikte
führen würde, was einen Missbrauch der anvertrauten Macht bedeuten
würde.
Staatliche
Institutionen, den Polizeibehörden und den ihnen angehörenden
BeamtInnen untersteht die Aufgabe, die Sicherheit der BürgerInnen
und die öffentliche Ordnung zu bewahren. Diese Monopolstellung der
staatlichen Institutionen muss erhalten bleiben (Gewaltenteilung).
4.
Wir fordern folgende Präventivmaßnahmen gegen Kriminalität:
mehr
Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche. Diese sollen vor allem
in sozialen Brennpunkten entstehen und Sportmöglichkeiten zum körperlichen
Abreagieren von Aggressionen anbieten. Um das Angebot der Einrichtung
attraktiv zu machen, soll es zwar von ausgebildeter Leitung organisiert
und durchgeführt werden, aber ein Angebot bieten, das die Jugendlichen
selbst bestimmen und mitgestalten können. Zudem muss gewährleistet
werden, dass keine gewalttätigen Jugendlichen die Einrichtungen kontrollieren
und so neue Gewalt entstehen kann.
Neue
Konzepte zur AusländerInnenpolitik. Wir fordern eine größere
Integration von AusländerInnen, eine Gewährleistung von ausreichenden
Deutschkenntnissen, um eine schnellere Eingliederung in den Arbeitsmarkt
möglich zu machen, sowie die Arbeitserlaubnis für AsylantInnen.
5.
Außerdem fordern wir:
eine
erneute Kontrolle des BeamtInnenapparates der verschiedenen Behörden,
im Hinblick auf die Effizienz der bestehenden Strukturen und eingesetzten
BeamtInnen. Ziel der Kontrolle ist es, eine Maximierung der Arbeitseffizienz
zu erreichen und mögliche überholte Strukturen neu zu ordnen,
z. B. durch Umverteilung von Stellen oder die Abschaffung unnötig
komplexer Organisationsformen.
6.
Wir fordern
dazu auf, einen Antrag im Bundestag einzureichen, der eine Verschärfung
der Strafgesetzgebung vorsieht. Diese Verschärfung soll höhere
Strafen für Schwerverbrechen, wie beispielsweise sexuellen Missbrauch,
sexuelle Nötigung, Totschlag etcd beinhalten, da wir die geltenden
Strafmaße, z. B. für sexuelle Vergehen an Minderjährigen
wird eine Freiheitsstrafe von zwei bis fünf Jahren vorgesehen, für
zu niedrig halten.
Drogenpolitik und Soziale Brennpunkte
Umgang
mit Drogenabhängigen:
Soziale
Einrichtungen
Wir stellen
fest:
Soziale
Einrichtungen sollen geschlossen werden und Einsparungen auf diesem Gebiet
vorgenommen werden.
Wir fordern:
Die
unbedingte finanzielle Unterstützung von sozialen Einrichtungen,
welche sich mit Suchtkranken beschäftigen und sehen die Kürzung
der Gelder gerade auf diesem Gebiet als eine vollkommen falsche Maßnahme
an.
Hilfsprojekte
für Abhängige
Wir stellen
fest:
Drogenabhängige
werden als minderwertige und unmündige Menschen dargestellt und somit
von z.B. dem Hauptbahnhofhof vertrieben.
Wir fordern:
Drogenabhängige
als kranke und hilfebedürftige Menschen anzusehen und deswegen Hilfsprojekte,
wie etwa die staatlich kontrollierte Heroinabgabe an Schwerstsüchtige,
einzuführen und hierzu ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung
zu stellen und nicht durch die "Zerschlagung der Drogenszene am Hauptbahnhof"
das Problem durch die Vertreibung der Süchtigen zu verschleiern.
Spritzentausch
im Gefängnis
Wir stellen
fest:
Die
Automaten für den Tausch von Spritzen wurden in den Justizvollzugsanstalten
abgebaut.
Wir fordern:
Eine
Wiederanbringung dieser Automaten, da immer noch Drogen in den Gefängnissen
vorhanden sind, jetzt aber, durch den Tausch benutzter Spritzen unter
den Insassen eine erheblich erhöhte Ansteckungsgefahr (Aids, Hepatitis)
besteht. Wir verurteilen diese Maßnahme aufs schärfste, da
sie menschverachtend ist und das Problem der Drogenpräsenz dadurch
nicht gelöst wird, und fordern den neuen Senat auf diese Entscheidung
unverzüglich rückgängig zu machen.
Umgang mit Drogen:
Aufklärung
Wir stellen
fest:
Drogen
jeglicher Art sind präsent in unserer heutigen Gesellschaft. Legale
Drogen werden verharmlost und illegale Drogen tabuisiert,
Wir fordern:
Eine
umfassende Aufklärung auf diesem Gebiet vor allem an Schulen, das
beinhaltet ausliegende Informationsbroschüren über Drogen, pädagogische,
sowie fachliche Pflichtseminare für LehrerInnen, verschiedene Projektwochen
für SchülerInnen (z. B. in der vierten Klasse, sowie in der
Mittelstufe) und der Besuch in einer sozialen Drogeneinrichtung für
jüngere SchülerInnen. Sinnvoll ist hier eine Ausweitung der
Einrichtung der Vertrauens-, bzw. VerbindungslehrerInnen, sowie die Präsenz
von SozialarbeiterInnen an Schulen.
Präventivmaßnahmen
Wir stellen
fest:
Das
Durchschnittsalter der Erstkonsumenten von Zigaretten, Alkohol, sowie
Marihuana ist erheblich gesunken.
Wir fordern:
Eine
Ausweitung der präventiven anstatt repressiven Maßnahmen, d.h.
die verstärkte Ausstrahlung von sogenannten Schockkampagnen (Anti-Werbespots)
zur Abschreckung für Kinder. Eine weitere sinnvolle Präventivmaßnahme
ist die Öffnung von Schulhöfen und Sporthallen Nachmittags und
am Wochenende vor allem in sozialen Brennpunkten.
Zigarettenautomaten
Wir stellen
fest:
Kinder
unter 16 und Jugendliche unter 18 Jahren können ohne Probleme Alkohol
und Zigaretten erwerben.
Wir fordern:
Eine
strengere Einhaltung des bereits bestehenden Jugendschutzgesetzes durch
strengere Ausweiskontrollen beim Kauf und die massivere Einführung
für Chipkarten an Zigarettenautomaten.
Legalisierung
von Marihuana
Wir stellen
fest:
Marihuana,
obwohl zu den illegalen Drogen gezählt wird, ist zu einer Massendroge
der heutigen Jugend geworden.
Wir fordern:
Die
Legalisierung von Marihuana, aber nur in Verbindung mit Aufklärungskampagnen
über Wirkungen und Folgen des Konsums und der staatlich kontrollierten
Abgabe (frühestens ab 18 Jahren und nur in Apotheken, bzw. staatlich
lizenzierten Geschäften.)
Marihuana ist medizinisch sinnvoll einzusetzen und wir fordern daher die
angemessene Abgabe in gewissen Fällen, anstelle von chemischen Medikamenten
mit teilweise sehr starken Nebenwirkungen.
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