| Integration
Das Ziel
der Integration muss sein, dass Migranten und Migrantinnen als vollwertiges
Mitglied der Gesellschaft angesehen werden und auch als solche behandelt
werden.
I.
Schule
- Wir stellen
fest, dass in der Schulpolitik Integration zu wenig behandelt und gefördert
wird.
- Wir
fordern zunehmende Integration an Schulen.
- Aktionstag
(Tag der Toleranz)
- SchülerInnen
und LehrerInnen befassen sich an einem Tag im Schuljahr intensiv
mit einer ethnischen Gruppe.
- Es
werden Workshops über verschiedene ethnische Gruppen oder über
aktuelle Integrationspolitik angeboten, SchülerInnen können
sich in die Kurse einwählen.
Begründung:
Mit Hilfe dieses Tages werden den SchülerInnen andere Kulturen
nahegebracht damit Vorurteile abgebaut werden und Verständnis
aufgebaut wird.
- Förderung
der Ausbildung von AusländerInnen zum Lehrer/zur Lehrerin sowie
Förderung ausländischer LehrerInnen.
- Ausländische
LehrerInnen sollten zwar als Bezugsperson auftreten, jedoch möglichst
die Kommunikation auf Deutsch führen, da dies den Integrationprozess
fördert.
Begründung:
Ausländische SchülerInnen finden in ausländischen Lehrern
eine Bezugsperson, die ihnen Verständnis für ihren kulturellen
Hintergrund entgegenbringt. Außerdem wird die Kommunikation mit
ausländischen Eltern erleichtert. Für die deutschen SchülerInnen
wird der Respekt gegenüber AusländerInnen gesteigert und die
Selbstverständlichkeit von AusländerInnen im Alltagsleben
wird gestärkt.
II.
Beruf
1. Anerkennung
Wir
stellen fest, dass die Anerkennung vom/von der AsylbewerberIn zum/zur
AsylantIn zu lange dauert.
Wir
fordern mehr Personal in der Ausländerbehörde
Wir
fordern schnellere Bearbeitung der Anträge, die Maximaldauer sollte
ein Jahr betragen. Bei der Ankunft der AsylbewerberInnen müssen ihnen
RechtsberaterIn und das deutsche Ausländerrecht, übersetzt in
der Heimatsprache, zur Verfügung gestellt werden.
Begründung:
Die lange Arbeitslosigkeit ist Hauptursache für Kriminalität
von AsylbewerberInnen. Arbeit integriert den AusländerInnen in die
Gesellschaft. Arbeitslosigkeit belastet den Betroffenen psychisch stark.
2. Öffentlicher
Dienst
Wir
stellen fest, dass zu wenig AusländerInnen im öffentlichen Dienst
tätig sind.
Wir
fordern Angleichung des Verhältnisses von ausländischem Personal
im öffentlichen Dienst zur AusländerInnenquote.
Begründung:
Präsenz von AusländerInnen im öffentlichen Dienst verstärkt
auch den Respekt vor AusländerInnen allgemein. Außerdem hat
die ausländische Bevölkerung eineN AnsprechpartnerIn, der/die
zwischen ihnen und dem deutschen Staatsapparat vermitteln kann.
III.
Bau-, Wohn- und Belegungspolitik
A.1.Wir stellen
fest, dass die Bau-, Wohn- und Belegungspolitik die Integration von AusländerInnen
behindert.
Wir
fordern die Vermischung aller ethnischer Gruppen in den Wohngebieten.
Begründung:
In einigen Stadtteilen, in denen eine erhöhte AusländerInnenquote
lebt, ist auch eine erhöhte AusländerInnenfeindlichkeit festzustellen.
Wir stellen
fest, dass sich die Situation in bereits existierenden Brennpunkten nicht
bessert.
Wir
fordern die Verbesserung der Wohnqualität in sozialen Brennpunkten.
- Ausweitung
der Grünanlagen und Spielplätze.
- Verbesserung
der Jugendarbeit
- Längere
Öffnungszeiten der Jugendzentren sowie Öffnung am Wochenende
- Besser
ausgebildetes Personal durch regelmäßige Fortbildungen,
die Wissen über und Verständnis für unterschiedliche
Gruppen vermitteln und den Jugendlichen Berufsmöglichkeiten
und Zukunftsperspektiven vermitteln.
- Verschönerung
des Stadtbildes
Begründung:
Durch
eine Steigerung der Wohnqualität wird die Attraktivität gesteigert
IV. Öffentlichkeitsarbeit
1. Wir stellen
fest, dass insbesondere die BewohnerInnen sozialer Brennpunkte sich von
der Politik vernachlässigt und unbeachtet fühlen, wodurch Frustration
hervorgerufen wird.
2. Wir fordern
Politikerpräsenz und AnsprechpartnerInnen in diesen Brennpunkten
Als Beispiel
für gelungene Integration orientieren wir uns am Integrationsprojekt
der Niederlanden, in dem MigrantInnen die gesamte
Kultur durch intensive Kurse näher gebracht wird.
Zuwanderung für den Hamburger Arbeitsmarkt
Wir stellen
fest:
- In Hamburg
gibt es 78.000 Arbeitslose.
- Denen
gegenüber stehen 10.000 offene Stellen.
- Diese
paradoxe Situation rührt daher, dass die offenen Stellen nicht
mit passend qualifizierten Arbeitskräften besetzt werden können.
Freie Stellen gibt es zum Teil im obersten und untersten Arbeitsmarktsektor.
Die Arbeitslosen können zum großen Teil diese Lücken
nicht füllen auf Grund mangelnder oder zu hoher Qualifikationen
oder Unwillen zu schlecht bezahlten Arbeiten.
- Daraus
schließen wir: MigrantInnen nehmen keinen deutschen Arbeitslosen
die Arbeit weg.
- Im Gegensatz
zur weitverbreiteten Meinung, wir würden von AusländerInnen
überschwemmt werden, gleichen sich Zuzüge und Fortzüge
von AusländerInnen weitestgehend aus.
- Darüber
hinaus geht die demographische Entwicklung in Hamburg dahin, dass sich
die Bevölkerung bis ins Jahr 2010 um 40.000 Menschen verringern
wird.
Um dem entgegen zu wirken brauchen wir jährlich 5500 MigrantInnen
in Hamburg, um das wirtschaftliche und gesellschaftliche Niveau zu halten.
Unsere
Meinung ist:
- Das Zuwanderungsgesetz
ist ein adäquates Mittel zur Steuerung der Zuwanderung.
Es werden passend qualifizierte Arbeitskräfte herangeholt, und
durch die neuen Einflüsse auf die Wirtschaft neue Arbeitsplätze
geschaffen. Durch die gezielte Zuwanderung wird die Integration gefördert.
Wenn der Hamburger Wirtschaft die ausländischen Arbeitskräfte
entzogen würden, hätte das eine verheerende Wirkung auf die
finanzielle Lage und auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt.
- Die Enthaltung
des Hamburger Senats in der Bundesratsabstimmung
prangern wir aufs Schärfste an.
Sozialpolitik
Die folgenden
Forderungen können nur durchgesetzt werden, wenn die Gesellschaft
Obdachlose toleriert und als einen Teil der Ihrigen akzeptiert.
Wir stellen
fest:
Die
Obdachlosigkeit beginnt beim Wohnungsverlust. Oft entsteht dieser bei
mangelnder Beratung von Seiten der Wohnungssicherungsstellen im Falle
der Zahlungsunfähigkeit des Mieters/der Mieterin.
Bei
der Resozialisierung der Betroffenen fehlt die Hilfe von SozialarbeiterInnen,
da diese Menschen häufig verlernt haben eigene Verantwortung zu übernehmen.
Laut
SGB 8 ( Kinder- & Jugendhilfegesetz) ist der Kinder- & Jugendnotdienst
dazu verpflichtet Kinder & Jugendliche aufzunehmen und zu betreuen,
sowie pädagogischen Beistand zu leisten. Allerdings ist dieses bei
Jugendlichen kaum bekannt und wird so wahrscheinlich viel zu selten wahrgenommen.
Durch
die Dezentralisierung der Drogenszene wird auch ein großer Teil
der Obdachlosen dezentralisiert und dadurch die Arbeit vieler Organisationen
zunichte gemacht.
Wir fordern:
Die
Anzahl der gut ausgebildeten SozialarbeiterInnen muss steigen, damit präventiv
sinnvoll gegen die Obdachlosigkeit vorgegangen werden kann.
Die
VermieterInnen sollen gesetzlich daran gebunden werden sich vor der entgültigen
Kündigung mit der zuständigen Wohnungssicherungsstelle in Verbindung
zu setzen.
Aufklärung
an Schulen über Kinder- & Jugendnotdienste.
Die
Bekämpfung der Drogenszenen sollte durch andere Mittel als durch
die Dezentralisierung stattfinden.
Die geplanten
Kürzungen sozialer Einrichtungen, wie z.B. Frauenhäuser, halten
wir für nicht vertretbar, da soziale Einrichtungen dieser Art oft
die letzte Möglichkeit für die Betroffenen sind!
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