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Resolutionen von JiP 2002
Abitur
Schulzeitverkürzung
Ganztagesbetreuung
Qualitätssicherung / Oberstufenzentren

Resolutionen
von JiP 2002

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Schulzeitverkürzung

Wir stellen fest:

Deutsche Schulabgänger sind im internationalen Vergleich überdurchschnittlich alt.

Das 12-Jahres-Abitur soll flächendeckend von der Koalition eingeführt werden.

Die neuen fünften Klassen sollen nach der Stundentafel des 12-Jahres-Abiturs unterrichtet werden.

Nach bisheriger Planung soll das Abitur nach 12 Jahren nur an Gymnasien, jedoch nicht an Gesamtschulen eingeführt werden. Dies hat eine Abwertung der Gesamtschulen bzw. ein Zwei-Klassen-Abitur zur Folge.

Bei einer Reduzierung der Schulzeit auf 12 Jahre wird Realschulschülern der Erwerb des Abiturs erschwert.

Wir fordern:

Das Abitur nach 12 Jahren soll auch an Gesamtschulen ermöglicht werden, z.B. durch Erhöhung der Stundenzahl in den Einser-Kursen.

Es soll ein Parallelangebot des 12- und 13-jährigen Abiturs sowohl an Gesamtschulen als auch an Gymnasien gewährleistet werden; individuelle Entscheidung durch die Schule (Schulkonferenz).

Damit das 13jährige Abitur nicht als minderwertig angesehen wird, soll eine Umgestaltung der Vorstufe stattfinden:

  • Schwerpunkt auf Berufsorientierung (ausführliche Praktika, Auslandsaufenthalte, Informationsgespräche etc.)
  • Zusätzliche Förderangebote zum Abbau von Defiziten und zum Erwerb von Zusatzqualifikationen.

Ganztagesbetreuung

Wir stellen fest:

Die Kultusministerkonferenz (KMK) schreibt 265 Jahreswochenstunden (JWStd) von Klasse 5 bis zum Abitur vor.

Der Nachmittagsunterricht nimmt durch die Schulzeitverkürzung zu, mindestens zwei Nachmittage müssen in der Schule verbracht werden.

Durch den erhöhten Zeitaufwand bleibt weniger Zeit zur individuellen Lebensgestaltung.

Wir fordern:

Um den Belastungen gerecht zu werden fordern wir eine ganztagesschul-ähnliche Betreuung:

  • Mittagstisch
  • Hausaufgabenhilfe
  • Arbeitsgemeinschaften
  • Sportangebote
  • Internetzugang
  • Förderangebote etc.

Weitere Betreuung durch LehramtsstudentInnen an Schulen, um auch Praxisnähe des Studiums zu schaffen, um die zukünftige LehrerInnengeneration qualitativ vorzubereiten, des weiteren zur Unterstützung ausgebildeter Lehrkräfte, sowie zur Einrichtung von Zusatzangeboten.

Qualitätssicherung

Wir stellen fest:

Die Unterricht muss beim Abitur auf einem durchgängig hohem Niveau stattfinden und jede Unterrichtsstunde sinnvoll genutzt werden, damit keine Qualitätsverluste bei der Schulzeitverkürzung entstehen.

Wir fordern:

Verbindliche Fortbildungen für LehrerInnen um Leistungsstandards sicher zu stellen.

Höherer Praxisanteil in der LehrerInnenausbildung (s.o.)

Umgestaltung der Lehrpläne in Zusammenarbeit mit SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und der Wirtschaft.

Oberstufenzentren

Wir stellen fest:

Schulen mit geringen SchülerInnenzahlen in der Oberstufe haben Probleme eine große Auswahl an Leistungs- und Grundkursen anzubieten. Viele SchülerInnen müssen daher für ihre Kurse zwischen verschiedenen Schulen pendeln.

Wir fordern:

Die Einrichtung von Oberstufenzentren für SchülerInnen der Vor- und Studienstufe mehrerer Schulen in lokalen Ballungszentren um durch größere SchülerInnenzahlen eine größere Vielfalt bei der Kurswahl zu ermöglichen und das Pendeln zu vermeiden.



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

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