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Resolutionen von JiP 2000
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Resolutionen
von JiP 2000

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Schulorganisation

1. Beamtenstatus aufheben

Wir stellen fest:
Der Beamtenstatus gibt dem Lehrer / der Lehrerin zu viele Freiräume gegenüber dem Arbeitnehmer / der Arbeitnehmerin (staatl.).
Dadurch sinkt die Kontrollierbarkeit der Unterrichtsqualität immens.

Wir fordern:
Aufhebung des Beamtenstatus. Dies muss überregional geschehen, da ansonsten eine LehrerInnenwanderung in die umliegenden Bundesländer mit Beamtenstatus zu beobachten wäre.

2. HalbtagslehrerInnen

Wir stellen fest:
Dem Vollzeitunterricht sind viele LehrerInnen bei guter Qualität nicht gewachsen.
Außerdem gibt es mehr LehrerInnen als vorhandene freie Stellen.

Wir fordern:
Bei Neueinstellungen sollten primär Halbtagsstellen vergeben werden.

3."Politik in der Schule"

"Die Schule soll durch die Vermittlung von Wissen und Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten die Entfaltung der Person und Selbstständigkeit ihrer Entscheidung und Handlung so fördern, dass die Schülerinnen und Schüler aktiv am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilhaben können." (Hamburgisches Schulgesetz §2 (4))

Wir stellen fest:
Es gibt nur eine mangelhafte Aufklärung über Politik in der Schule.
Die Jugend ist zunehmend politikverdrossen.

Wir fordern:
Die Austeilung der SchülerInnen-Fibel an alle SchülerInnen
Eine KlassenlehrerInnenstunde, in der die SchülerInnen über ihre Rechte informiert werden, sowie eine monatliche Stufenversammlung, auf der die SchülerInnen sich austauschen können.
Eine projektartige Information über den demokratischen Schulalltag am Anfang eines Schuljahres über neue Rechte und Pflichten, sowie Veranstaltungen.
Alle SchülerInnen und Eltern erhalten die Einsichtungsmöglichkeit in die Bildungspläne am Anfang
jedes Schuljahres, in Form eines Informationsabends.

4. Schulwechsel

Wir stellen fest:
Ein freiwilliger Schulwechsel kann zur positiven Lern- / Persönlichkeitsentwicklung beträchtlich beitragen.
Mangelnde Reglementierung eines Wechsels ermöglicht Machtmissbrauch.

Wir fordern deshalb:
Die einzige Erwägung ob einE qualifizierteR SchülerIn aufgenommen wird oder nicht, ist die, ob die Aufnahme organisatorisch möglich ist. Die Beweislast liegt bei der Schule.
Ebenso darf der Ausschluss aus Kursen (auch kooperierende) nur aus organisatorischen
Gründen geschehen.
Pädagogische Gespräche müssen nach der Aufnahme des Schülers / der Schülerin klar getrennt von dieser stattfinden.

Rechte von SchülerInnen

1. Demokratisierung der Schulen

"Unterricht und Erziehung richten sich an den Werten des Grundgesetzes ... Es ist Aufgabe der Schule, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen und ihre
Bereitschaft zu stärken, ... an der Gestaltung einer ... demokratischen Gesellschaft Mitzuwirken"
(Hamburgisches Schulgesetz §2 (1))

Wir stellen fest:
Die Machtverteilung in der Schule muss reformiert werden, um dieses Ziel zu erreichen
Die Schulkonferenz ist nur das zweitwichtigste Gremium in der Schule, hinter der LehrerInnenkonferenz
Dies widerspricht dem § 52 (1) des HmbSG.

Deshalb fordern wir:
dass einE LehrerIn auch bei lichterem Vorgehen von der Schule, durch die Schulkonferenz, verwiesen werden kann
dass wichtige Entscheidungen, wie z.B. die flexible Stundentafel oder die Verteilung des Schulbudgets, in den Händen der Schulkonferenz und nicht in denen der LehrerInnenkonferenz liegt.

2. Neuerungen des Schulgesetzes

Wir stellen fest:
SchülerInnen, die in einem annähernd schlechten Verhältnis zu ihren LehrerInnen stehen, werden häufig in Klausuren bei der Bewertung zum Negativen hin bewertet.
SchülerInnenausweise aus Papier werden beim Mitführen in der Hosentaschen oder im Portemonnaie zu schnell abgenutzt und sind im Allgemeinen zu unhandlich.
Das SchülerInnenbudget wird, wenn überhaupt vorhanden, an den einzelnen Schulen individuell gehandhabt.

Deshalb fordern wir:
Möglichkeiten zur objektiven Benotung
Dieses Konzept ist erarbeitet worden für den Fall, dass der Verdacht auf eine ungerechte Benutzung der Klausuren besteht und die SchülerInnen deshalb das Gegenlesen von Dunkelmännern und -frauen fordern.

Für diesen Fall sollen 2 vertrauenswürdige MitschülerInnen, die von dem / der betroffenen SchülerIn ausgewählt wurden, mit ihm/ihr zusammen zu einem / einer ebenfalls vertrauenswürdigen FachlehrerIn gehen und diesen / diese um eine objektive Meinung bitten, ob eine ungerechte Benotung stattgefunden hat.
Wenn dies der Fall ist, soll der / die ausgewählte LehrerIn die Klausur oder Arbeit anonym an einen Dunkelmann / eine Dunkelfrau weiterleiten.
Der Dunkelmann / die Dunkelfrau hat die Möglichkeit, eine objektive und gerechte Note zu geben, ohne einem Kollegen / einer Kollegin zu nahe zu treten.
Bevor die Klausur oder Arbeit weitergeleitet wird, werden Randbemerkungen und Noten wegkopiert, so dass der Dunkelmann / die Dunkelfrau nicht voreingenommen ist.

Neue SchülerInnenausweise, die, Führerscheinen ähnlich, aus kleinen Plastikkärtchen bestehen.
Es soll somit eine handlichere Handhabung garantiert werden. Die Entwicklung geschieht in Form eines Wettbewerbes.
Einheitliche Festlegung des SR-Budgets im Schulgesetz (Vorschlag sind 5,-DM pro SchülerIn der Schule)
Eine Novellierung des Schulgesetzes

3. Mitgestaltung vom Unterricht

"Sie [die Schule] eröffnet Schülerinnen und Schülern alters- und entwicklungsgemäß ein größtmögliches Maß an Mitgestaltung von Unterricht und Erziehung, um sie zunehmend in die Lage zu versetzen, ihren Bildungsprozess in eigener Verantwortung zu gestalten."
(Hamburgisches Schulgesetz § 3 (4))

Wir stellen fest:
Dass die Feedbackkultur nicht kontinuierlich durchgeführt wird und keinerlei Rückmeldung an die LehrerInnen diesbezüglich kommt und deshalb die Qualität des Unterrichts zu wünschen übrig lässt.
Der Unterricht von SchülerInnen für SchülerInnen wird nicht regelmäßig durchgeführt.
Es gibt einen Mangel an pädagogischem Verhalten der LehrerInnen.

Wir fordern deshalb:
dass sich eine neue Unterrichtsform in Hamburger Schulen durchsetzt Dies soll, wie folgt, projektartig in jedem Fach mindestens einmal pro Schuljahr ablaufen:

Schülerinnen und Schüler übernehmen eigenverantwortlich den Unterricht.
Im Rahmen einer Präsentationsarbeit gestaltet eine Schülerin/ ein Schüler oder eine Gruppe selbstständig (aber nicht alleinlassen!) eine Unterrichtseinheit.
Es handelt sich dabei nicht um ein klassisches Referat, sondern um eigenes Unterrichten mit Aufgaben für die Mitschülerinnen- und Schüler und einer eigenen (alternativen) Unterrichtsgestaltung mit evtl. neuen Unterrichtsformen.

dass die Unterrichtsqualität durch ein Feedbackprojekt, an das von SchülerInnenkammer und GEW anlehnend, von SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen entwickelt wird.
Dieses Projekt muss konstant im Unterricht durchgeführt wurden.
Informationen müssen mindestens alle zwei Jahre an SchülerInnen und Eltern geschickt werden, um eine ständige Evaluation zu gewährleisten.

Neue Medien

Damit ein hochwertiger Unterricht zustande kommen kann, muss die jeweilige Lehrkraft ausreichend ausgebildet sein.

Wir stellen fest:
Es gibt an einigen Schulen nur wenige, qualifizierte, Informatik-Lehrkräfte.
Die Informatik-Bildungspläne sind veraltet bzw. uneffektiv.
Die EDV Anlagen werden nur zögerlich zur Verwendung außerhalb des Informatikunterrichtes freigegeben.
Nicht jedeR SchülerIn / LehrerIn hat grundlegende EDV-Kenntnisse.

Deshalb fordern wir:
Es muß an jeder Schule einE LehrerIn vorhanden sein, der / die in der Lage ist, bei einer Mindestanzahl von SchülerInnen einen Informatik-LK anzubieten.
Informatik-LehrerInnen müssen eine zeitgemäße Informatik-Ausbildung haben.
LehrerInnen-Fortbildungen sollten besonders unterstützt werden.
Allen SchülerInnen sollte ein gewisses Informatik-Grundwissen beigebracht werden.
Alle Schulen müssen zeitgemäß ausgerüstet sein.
Ausgleichsstunden für InformatiklehrerInnen, da sie viel Freizeit in Wartung des Netzwerkes investieren müssen.
Video und Bildbearbeitung als Thema und eine bessere Ausrüstung.

Sparmaßnahmen

Die Basis für eine hoch entwickelte Gesellschaft liegt in der Schulbildung.
Daher darf nicht an der Bildung der Kinder und somit der Zukunft der Gesellschaft gespart werden.

1. LehrerInnenmangel

Wir stellen fest:
häufiger Unterrichtsausfall ohne Vertretung bzw. nicht kompetente Vertretung
hohe Krankheitsrate der Lehrkörper
LehrerInnen müssen mehr Arbeiten auf Grund von fehlenden KollegInnen
Aufgrund von LehrerInnenmangel findet der Unterricht in der Sekundarstufe 2 teilweise anstatt in 3 Stunden nur in 2 Stunden pro Woche statt.

Wir fordern:
Einstellung von mehr Lehrkräften an Hamburger Schulen
Langzeitkranke LehrerInnen während des Ausfalls ersetzen

2. Raummangel

Wir stellen fest:
An vielen Hamburger Schulen besteht aufgrund steigender SchülerInnenzahlen akuter Mangel an Klassen-/ Versammlungs-/Fachräumen - andererseits werden Schulen geschlossen.
An einigen Schulen ist die Verzögerung von Baumaßnahmen durch die Schulbehörde zu beobachten.

Wir fordern:
schnelle Bearbeitung von Bauanträgen, damit rechtzeitig genug Räume für steigende SchülerInnenzahlen geschaffen werden
mehr Klassenräume, so dass der angesprochene Raummangel bekämpft wird

3. Lehrmittel

Wir stellen fest:
Gewisse Lehrmittel sind veraltet bzw. beschädigt.
Die Lehrmittel sind häufig nicht in ausreichender Stückzahl vorhanden.

Wir fordern:
Sicherstellung von aktuellen Lehrmitteln in gutem Zustand
Damit sichergestellt ist, dass dem Recht der SchülerInnen auf Lehrbücher nachgekommen wird, mögen Lehrmittel in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt werden



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

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