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Bericht
des Jugend- und Sportausschusses der Bürgerschaft
Erstmals haben 2000 die Ausschüsse und auch der federführende Jugend- und Sportausschuß der Bürgerschaft alle zu den Resolutionen von JiP Stellung genommen.

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Resolutionen
von JiP 2000

alle Resolutionen als

Bericht des Jugend- und Sportausschusses
über die Drucksache 16/5090: "Jugend im Parlament 2000"

Vorsitzende: Sabine Steffen
Schriftführerin: Karin Rogalski-Beeck

Die Vorlage ist am 11. Dezember 2000 von der Bürgerschaft dem Jugend- und Sportausschuß zur federführenden Beratung und diversen anderen Ausschüssen zur Mitberatung überwiesen worden. Dem Jugend- und Sportausschuß lagen bei seiner Abschlußberatung die Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse vor, die diesem Bericht als Anlagen 1 bis 7 beigefügt sind.

Der Jugend- und Sportausschuß hat zu seiner Sitzung am 29. März 2001 die Mitglieder des Vorstandes des Jugendparlaments sowie alle Vorsitzenden der von den Jugendlichen gebildeten Ausschüsse eingeladen. Erschienen sind vom Vorstand die Erste Vizepräsidentin und der Zweite Schriftführer sowie die Vorsitzende des Ausschusses zur Ausländerpolitik und die Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr.

Die Abgeordneten erkundigten sich insbesondere bei den Jugendlichen nach ihrem Gesamteindruck über den Ablauf der Veranstaltung sowie nach Anregungen und Verbesserungsvorschlägen. Sie wollten wissen, ob es sinnvoll gewesen sei, die Veranstaltung durch ein Wochenende zu unterbrechen, ob die Zusammensetzung des Jugendparlaments anders gestaltet werden sollte, ob ihre Anliegen entsprechend ernst genommen worden seien.

Die Jugendlichen sprachen sich einvernehmlich für ein Fortsetzen des Jugendparlaments aus. Sie begrüßten insbesondere die Aktuelle Stunde, deren Themen sie aktuell und interessant fanden, sowie die Ausschußberatungen mit den Befragungen von Senatsvertretern und Experten. Sie sahen sich in ihren Anliegen und Beratungen ernst genommen und glaubten durch den praxisnahen Ablauf und die große Beteiligung auch einen guten Einblick in das politische Geschehen und in die Arbeit der Abgeordneten sowie deren Arbeitsbelastung bekommen zu haben. Allerdings hätten sie sich mehr Zeit gewünscht für die Beratungen; sie bezeichneten die Hektik und den Termindruck als groß und die Vorbereitungszeit als sehr knapp. Eine Ausdehnung der Veranstaltung auf fünf Tage hielten sie für erstrebenswert. Die Assistenz in den Ausschüssen sei ihrer Meinung nach nötig gewesen, insbesondere wenn es um Fragen der Rechtsprechung und der Gesetzeskenntnis gegangen sei. Dennoch stellten sie die eigenen Recherchen in den Vordergrund. Die Unterbrechung durch ein Wochenende wurde von allen als Vorbereitungszeit für die weiteren Beratungen begrüßt. Über eine Erweiterung des Teilnehmerkreises hinsichtlich einer etwaigen anderen Zusammensetzung haben die Jugendlichen keine Vorschläge gemacht.

Die Abgeordneten wollten weiter wissen, ob die Veranstaltung ausreichend angekündigt gewesen sei, ob die schriftlichen Vorinformationen ausreichten und wie die gewonnenen Erkenntnisse weitergegeben würden.

Die Jugendlichen erklärten, daß sie von der Veranstaltung über ihre Schulen erfahren hätten, zum Teil über ihre Funktion als Schulsprecher oder über einen Aushang. Die Vorinformationen seien von allen als hilfreich bezeichnet worden; sie machten aber darauf aufmerksam, daß Informationen oder Zusagen nicht in die Ferienzeiten fallen sollten.

Die bei der Veranstaltung gemachten - auch politischen - Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse ließen sich nach Meinung der Jugendlichen nur schwer in den Unterricht einbringen. Am ehesten gelänge das in der Oberstufe, ansonsten zeigten sich auch die Mitschülerinnen und Mitschüler oft desinteressiert. Hier müßte das Interesse der Schülerinnen und Schüler geweckt werden. Es genüge nicht, sich mit Politik erst ab der 10. Klasse im Rahmen des Politikunterrichts zu beschäftigen. Jugendliche müßten sich - eventuell in Diskussionsrunden - schon früher eine eigene Meinung bilden und sich zu politischen Themen äußern. Dies könnte z. B. auch in einer Projektwoche "Politik" geschehen. Denk bar wäre auch, daß Politiker zu diesem Zweck in die Schulen kämen, um die Schülerinnen und Schüler für Politik zu interessieren.

Ein weiterer Diskussionsbereich betraf die Resonanz an den Schulen und in den Medien. In den meisten Fällen - so berichteten die Jugendlichen - habe keine Ausweitung oder Diskussion über die Veranstaltung im Unterricht stattgefunden; es sei meistens bei einer Erwähnung geblieben. Auch seien nicht alle Lehrer informiert gewesen. Dennoch habe die Lehrerschaft die Veranstaltung und die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern begrüßt, die allerdings im Umfeld ihrer Mitschülerschaft gewissen Erklärungsbedarf gehabt hätten.

Die Berichterstattung in den Medien und deren Interesse an der Veranstaltung wurde von allen Jugendlichen durchaus kritisch gesehen, zumal sie sich selbst ein Bild über die Art der Berichterstattung haben machen können.

Die Senatsvertreter informierten, daß nach den Vorgaben in den Bildungs- und Rahmenplänen politische Themen bereits vor der 10. Klasse in den Unterricht einfließen könnten. Die Schulen müßten ihre Möglichkeiten handlungsorientiert einsetzen und Politik mit Leben erfüllen. Auch die Mitsprache der Schülerinnen und Schüler in der Schule sei ein wichtiger Teil zur politischen Erziehung. Die Senatsvertreter regten an, die Veranstaltung "Jugend im Parlament" weiterzuentwickeln und auch über den bisherigen Teilnehmerkreis hinaus gezielt publik zu machen.

Die Ausschußmitglieder bedankten sich bei den Jugendlichen für die gemachten Anregungen und Verbesserungsvorschläge.

Der Jugend- und Sportausschuß empfiehlt der Bürgerschaft, von der Drs. 76/5090 und von diesem Bericht sowie den Stellungnahmen der mitberatenden Ausschüsse Kenntnis zu nehmen.

Karin Rogalski-Beeck, Berichterstatterin

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