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Energie
Wir fordern,
daß Energie langfristig nur aus alternativen Energiequellen erzeugt
wird. Die Entwicklung und der Einsatz von neuen alternativen Technologien
muß stark gefördert werden. Im folgenden beziehen wir zu einzelnen
energiepolitischen Themen Stellung:
Wir fordern den Ausstieg aus der Kohlekraft aufgrund der sich langfristig
erschöpfenden Ressourcen und der starken Umweltbelastung. Wir halten
die Kohlekraft deshalb für nicht zukunftsfähig.
Wir halten den Ausstieg aus der Atomenergie für notwendig, doch möge
dieser möglichst im Konsens der daran beteiligten Gruppen geschehen.
Die Energieversorgung muß gesichert sein. Besonders wichtig ist,
daß an die Stelle der Atomkraft eine umweltfreundliche, zukunftsfähige
und weniger risikoreiche Energie tritt.
Wir sehen es als unverantwortlich an, daß Atom- und Kohlekraft staatlich
subventioniert werden, da beide Energiequellen ökologisch nicht zu
vertreten sind.
Wir halten die Liberalisierung des Strommarktes insofern für sinnvoll,
da der/die KundIn so selbst über sein/ihr Energieversorgungsunternehmen
entscheiden und daher auf die Herkunft des Stromes Einfluß nehmen
kann. Wir sehen allerdings ein Problem darin, daß Strom aus regenerativen
Energiequellen momentan zu teuer ist, um im freien Wettbewerb bestehen
zu können. Daher befürchten wir, daß die Anbieter regenerativer
Energiequellen vom Markt verdrängt werden.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und neue Akzente in der Umweltpolitik
zu setzen, empfehlen wir folgendes:
- Atom-
und Kohlekraft sollen hoch besteuert werden.
- Diese
zusätzlichen Steuereinnahmen sollen zugunsten des Ausbaus und der
Förderung von regenerativen Energiequellen eingesetzt werden, vor
allem aber für die Erforschung neuer Technologien.
- Regenerative
Energie soll nicht besteuert werden.
- Die Produktion
von energiesparenden Geräten soll gesetzlich verankert werden.
- Umweltfreundliche
dezentrale Blockheizkraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
sollen vermehrt eingesetzt werden.
- Durch
eine effektive Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit soll
das Energiebewußtsein der Bevölkerung
gefördert und diese zum Einsparen von Energie motiviert werden.
Transrapid
- Wir sind
geleitet von der Tatsache, daß der Transrapid ein sehr umweltfreundliches,
da energiegünstiges und lärmarmes Transportmittel ist.
- Wir erkennen
die Wichtigkeit des Transrapids als zukunftsträchtiges Verkehrsmittel
speziell für den Standort Deutschland.
Wir betonen besonders die ökologisch positiv zu bewertende Auswirkung
des Transrapids, Passagiere von umweltschädlicheren Transportmitteln
wie Auto oder speziell Flugzeug zum Umsteigen auf den Transrapid zu
bewegen.
- Wir sind
auch geleitet von der Tatsache, daß die häufig genannte Alternative
des Ausbaus der ICE-Strecke mit etwa 72 Minuten Reisezeit nach Berlin
auch den Neubau einer Trasse erfordern würde, der letztendlich
teurer als der Bau des Transrapids wäre.
- Wir weisen
auch auf die Bedeutung des Transrapids für eine weitere Integration
der osteuropäischen Länder im Zuge der eventuellen Verlängerung
der Strecke über Dresden, Prag, Wien und Bratislava bis nach Budapest
hin.
- Wir nehmen
zur Kenntnis, daß eine einspurige Streckenführung selbst
nach Meinung des zukünftigen Betreibers aufgrund der wesentlich
geringeren Fahrgastzahlen nicht rentabel wäre.
- Wir nehmen
aber auch zur Kenntnis, daß eine zweispurige Streckenführung
mit den dem Projekt im Koalitionsvertrag bewilligten Investitionsmitteln
von 6,1 Milliarden Mark nicht finanzierbar ist.
Wir fordern:
ein
Überdenken des Finanzierungskonzeptes zugunsten einer zweispurigen
Streckenführung des Transrapids und letztendlich den Bau dieser Trasse.
Fahrkarten-Preise, die den Transrapid als Alternative zu Auto und Flugzeug
attraktiv machen.
Mühlenberger
Loch
Wir haben
uns mit der DASA-Erweiterung beschäftigt, insbesondere mit dem durch
die Ramsar-Konvention geschützten Mühlenberger Loch. Dazu hörten
wir die oben genannten ReferentInnen.
Wir kamen
zu folgenden Schlüssen:
Ein durch die FFH, Ramsar-Konvention, Vogelschutzrichtlinie und den Landschaftsschutz
geschütztes Gebiet würde beeinträchtigt werden.
Ein privates
Unternehmen würde mit einer enormen Summe gefördert werden.
Ein Ausgleichsgebiet
müßte in jahrelanger Arbeit "geschaffen" werden.
Aufgrund der
Größe der Bebauung würde sich das Landschaftsbild enorm
verändern.
Mit der Zuschüttung
des Mühlenberger Loches würde eine Sauerstoffreserve der Elbe
verlorengehen.
Flora und
Fauna würden stark beeinflußt werden.
4 000 bis
9 000 Arbeitsplätze würden geschaffen werden.
Das wirtschaftliche
Ansehen Hamburgs würde gestärkt werden.
Kleine Hamburger
Zulieferbetriebe würden gefordert werden.
Aufgrund
dieser Tatsachen stellen wir folgende Forderungen:
Wir
befürworten die 25-Prozent-Zuschüttung des Mühlenberger
Loches unter Berücksichtigung der folgenden Punkte.
Die
vorgesehenen Ausgleichsgebiete sollen vor Baubeginn fertig umgestaltet
sein.
Die
vorgesehenen Ausgleichsgebiete sollen als Naturschutzgebiete ausgewiesen
werden.
Ökosteuer
Wir halten
eine ökologisch-soziale Steuerreform ("Ökosteuer")
generell für sinnvoll und unterstützen ihre Ziele, die Lohnnebenkosten
zu reduzieren und den Umweltverbrauch zu versteuern; das geschieht einkommensneutral.
Jedoch stimmen wir nicht mit allen Punkten überein.
Wir stellten fest, daß regenerative Energie besteuert wird und somit
nicht konkurrenzfähig ist. Regenerative Energie soll aber langfristig
die Atomenergie und fossile Brennstoffe ersetzen.
Deshalb fordern wir, regenerative Energie von der Ökosteuer zu befreien.
Der ÖPNV und die DB werden zu 50 Prozent mit der Ökosteuer belastet.
Dies führt zu Fahrpreiserhöhungen und verfehlt somit das Ziel,
den öffentlichen Verkehr zu fördern und als Alternative attraktiv
zu machen.
Deshalb fordern wir eine völlige Befreiung des ÖPNV und der
DB von der Ökosteuer.
Wir stellten fest, daß Atomenergie subventioniert wird und daß
keine ausreichende Versicherungen vorhanden sind. Dadurch entstehen ebenfalls
Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Energieträgern.
Deshalb fordern wir die Einstellung der Subventionierung und eine umfassende
Versicherung für alle Atomkraftwerke.
Die Bevölkerung ist nur unzureichend über die Ökosteuer
und ihre Auswirkungen und Vorteile informiert.
Deshalb fordern wir eine verstärkte und umfassende Öffentlichkeitsarbeit.
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