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Die Ziele
der Schule definieren wir folgendermaßen:
- In den
unteren Klassen sowohl bildende als auch erzieherische Funktionen,
- Vermittlung
von Grundfertigkeiten,
- Vorbereitung
auf das gesellschaftliche, berufliche und politische Leben.
Niveausicherung
LehrerInnenfortbildung
Eine Fortbildungspflicht
für LehrerInnen ist notwendig, um qualitativ hochwertigen und zeitgemäßen
Unterricht zu gewährleisten.
Wir stellen
fest:
Trotz bestehender Fortbildungspflicht wird dieser nicht in ausreichendem
Maße nachgekommen.
Die Qualität
der Fortbildungen wird in Frage gestellt.
Es gibt Defizite
in der Fortbildung, in Unterrichtsmethodik und EDV-Kenntnissen.
Deshalb fordern
wir:
Wir verlangen die Durchsetzung einer Fortbildungspflicht für LehrerInnen.
In diesem
Rahmen halten wir eine qualitativ hochwertige, praxisorientierte Fortbildung
oder ein gleichwertiges Praktikum in einem Betrieb pro Jahr für notwendig.
Besondere
Schwerpunkte sollten dabei neben fachbezogenem Wissen auch auf der Vermittlung
von Unterrichtsmethodik und EDV-Kenntnissen liegen.
Falls der
Fortbildungspflicht durch die einzelnen LehrerInnen nicht nachgekommen
wird, sind von der Schulleitung entsprechende disziplinarische Maßnahmen
zu ergreifen.
In diesem
Zusammenhang halten wir es für sinnvoll, für bestehende Angebote
der Handelskammer, des IfL und anderer Institutionen mehr unter der LehrerInnenschaft
zu werben.
Evaluation
von Unterricht
Wir stellen
fest:
Es gibt laufende
Projekte zur Evaluation von Unterricht.
Die Evaluation
von Unterricht wird bisher nur sporadisch durchgeführt.
Die Evaluation
ist geeignet und notwendig, um Mißstände im Unterricht aufzudecken.
Die Verwendung
von Feedback-Methoden ist geeignet, um Unterricht zu bewerten.
Die Einbindung
von SchülerInnen durch Feedbacks motiviert diese, den Unterricht
aktiv mitzugestalten.
Deshalb fordern
wir:
Wir verlangen die Etablierung einer Feedback-Kultur in den Hamburger Schulen
ab der vierten Klasse, um Kurs- und LehrerInnenleistung evaluieren zu
können.
Dazu müssen
auf Altersstufen optimierte, landesweit standardisierte Feedback-Bögen
erstellt werden.
Sinnvoll
erscheint uns weiterhin, während des Kurses mindestens zwei Feedbacks
durchzuführen. Das erste Feedback zu Anfang des Halbjahres, um die
Erwartungshaltung der SchülerInnen festzustellen, das zweite gegen
Ende des Halbjahres, um die letztlich erreichten Ergebnisse zu evaluieren.
Das Feedback
ist während der Unterrichtszeit anonym und schriftlich durchzuführen.
Die Auswertung
findet gemeinsam durch freiwillige SchülerInnen und die/den KurslehrerIn
statt.
Die komprimierten
Ergebnisse werden der Schulleitung übergeben und sind auf Anfrage
von SchülerInnen oder LehrerInnen schulintern einzusehen.
Eignungstest
Wir stellen
fest:
Es besteht
eine Geringschätzung gegenüber den AbsolventInnen der Haupt-
und Realschulen. Aufgrund dieserTatsache begeben sich unverhältnismäßig
viele SchülerInnen auf die Hamburger Gymnasien.
Es entsteht
ein Werteverfall des Abiturs.
Wir fordern:
Um eine qualitative Aufwertung der drei Schulabschlüsse zu erreichen,
ist eine Änderung dieser Situation notwendig.
Im Hinblick
auf dieses Ziel muß eine Teilnahme an einem Eignungstest nach der
vierten Klasse verbindlich werden. Jedoch besitzt der Eignungstest keinen
weisenden, sondern empfehlenden Charakter. Die Eltern könnten somit
im Zusammenwirken mit der Abschlußbeurteilung des Klassenlehrers/der
Klassenlehrerin zu einer leichter zu treffenden Entscheidung gelangen,
auf welche Schulform sie ihr Kind bzw. ihre Kinder schicken werden.
Die Durchführung
des Eignungstestes darf nicht durch schulinterne, sondern durch externe
psychologische Fachkräfte abgenommen werden.
Die Auswertung
der Ergebnisse erfolgt anonym und wird nur dem/der TeilnehmerIn und seinen/ihren
Erziehungsberechtigten mitgeteilt.
Lernmittelfreiheit
Wir stellen
fest:
Die
von den Schulen kostenlos zur Verfügung gestellten Lernmittel sind
meist:
in nicht ausreichender Zahl vorhanden,
veraltet,
beschädigt.
Wir fordern:
Deswegen verlangen wir die Etablierung eines Gebrauchthandels von Lernmitteln.
Dazu kauft
die Schule die Materialien und verkauft diese zu einem Festpreis an die
SchülerInnen. Am Ende der Nutzungszeit kauft die Schule die Lernmittel
zu einem Preis je nach Zustand zurück und verkauft sie wieder an
die nächste Generation. Damit ist gewährleistet, daß die
SchülerInnen sorgsam mit den Lernmitteln umgehen.
Einkommensschwache
Familien sollen durch Zuschüsse finanziell entlastet werden.
Verkürzung
der Schulzeit an Gymnasien
Wir stellen
fest:
Deutsche AbiturientInnen sind laut ExpertInnen im europäischen Wettbewerb
benachteiligt, da sie im europäischen Vergleich im Schnitt ein Jahr
älter sind.
Die Sparpolitik
der Stadt Hamburg im Bereich Bildung führt zu Mangel an Lehrmitteln
und -körpern, überfüllten Kursen, Unterrichtsausfall und
eingeschränktem Kursangebot. Durch Verkürzung der gymnasialen
Oberstufe könnten diese Mängel durch das eingesparte Geld gemindert
werden.
Einige Bundesländer
dienen als Beispiel für das Gelingen des Systems der verkürzten
Schulzeit und den problemlosen Übergang ins Hochschulstudium.
Viele SchülerInnen
und LehrerInnen empfinden das elfte Schuljahr als entbehrlich.
Die Integration
von RealschülerInnen ins Gymnasium wäre auch bei Verkürzung
der Schulzeit durch Modellschulen mit Wahlmöglichkeit gesichert.
Deshalb fordern
wir:
Eine gezielte Vorbereitung für eine Schulzeitverkürzung auf
zwölf Jahre bei Erhaltung der zweijährigen Studienstufe.
Zum nächstmöglichen
Zeitpunkt die Einrichtung einiger Hamburger Modellschulen mit Abitur nach
zwölf Jahren bzw. mit Wahlmöglichkeit, das Abitur nach zwölf
oder 13 Jahren zu absolvieren.
Eine Umstrukturierung
und Straffung der Lehrpläne nach Vorbild der Bundesländer, in
denen das Abitur nach zwölf Schuljahren absolviert wird.
Die Verkürzung
sollte haushaltsneutral sein und die eingesparten Gelder einer Förderung
des verkürzten Bildungsweges zugute kommen.
Die Einrichtung
von Ergänzungskursen in der zehnten Klasse zur Orientierung für
die Leistungskurswahl.
Modernisierung
der Schule
Die Schule
hat durch das neue Schulgesetz mehr finanzielle Autonomie bekommen. Es
mangelt jedoch an Kompetenz, um diese Mittel zu verwalten. Wir fordern
daher eineN SchulmanagerIn, der/die über die nötige Kompetenz
verfügt, diese Mittel zu verwalten. Dies sollte entweder einE schulinterneR
entsprechend fortgebildeteR LehrerIn oder einE externeR BetriebswirtIn,
der/die für mehrere Schulen eines Bezirks verantwortlich ist, sein.
Wir fordern, daß das Fach "Deutsch für AusländerInnen"
an jeder Hamburger Grundschule von der ersten Klasse an unterrichtet wird,
da sonst eine Integration der ausländischen Kinder kaum möglich
ist.
Wir fordern
eine praxisorientierte Berufs- und Ausbildungsvorbereitung, die je nach
Schulform zwei Jahre vor erwartetem Schulabschluß als Unterrichtsfach
in den Lehrplan aufgenommen wird.
Wir fordern
die verbindliche Durchführung von mindestens einer Woche zusammenhängendem
Projektunterricht mit Lernziel pro Jahr (z. B. Planspiele, fächerübergreifende
Projekte, Berufsorientierung usw.).
Wir fordern
die Einführung von Basisunterricht am Computer, der Internetnutzung,Textverarbeitung
und Zehn-Finger-Schreiben vermittelt.
Wir fordern
die Einrichtung eines öffentlichen Internetraumes an Schulen, eventuell
im Zusammenschluß mit anderen Organisationen des Bezirks.
Wir fordern
eine zeitliche Angleichung der beiden Halbjahre zwecks weniger Klausurenstreß.
Wir fordern
eine Neuordnung der Fächer in Form von fächerübergreifendem
Unterricht bei sich überschneidenden oder ergänzenden Aufgabenfeldern.
Wir fordern
eine Neuorientierung von Fächern (Religionswissenschaften, Berufsorientierung,
Medienwissenschaften).
Wir fordern
mehr finanzielle oder zeitliche Begünstigungen, um LehrerInnen zu
motivieren, außerunterrichtliche Projekte durchzuführen, z.
B. Arbeitsgemeinschaften oder Theaterbesuche.
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