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Resolutionen von JiP 1999
Drogenpolitik
Suchtprävention
Abgabe harter Drogen und integration Suchtkranker
Legalisierung von Cannabis

Resolutionen
von JiP 1999

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"Drogenpolitik sollte generell als Krankheit angesehen und behandelt werden."

Suchtprävention

Wir wollen eine Suchtprävention, die das Leben junger Menschen nicht nur am Rande tangiert. Leider steht momentan die Symptombekämpfung im Vordergrund.
Deshalb fordern wir:

mehr Aufklärungsarbeit in den primären Sozialisationsagenten, durch z. B. kontinuierliche Projekte, Fachkräfte oder auch Pflichtveranstaltungen.

mehr Mittel zur Förderung der Tätigkeiten des "Büros für Suchtprävention", da dort zur Zeit ein beträchtlicher Mangel besteht. Auf lange Sicht könnten die Mittel z. B. durch Umschichtung aus dem Bereich der Symptombekämpfung stammen.

Nur durch Prävention kann man die Symptome auf Dauer eindämmen.

Abgabe harter Drogen und Integration Suchtkranker

Wir fordern die beaufsichtigte, kontrollierte Abgabe harter Drogen an alle Süchtigen, um den Beschaffungsdruck und die Beschaffungskriminalität zu mindern. Diese Abgabe muß von befugten, qualifizierten Personen unter strenger Aufsicht, möglichst auch in Verbindung mit einer Therapie, erfolgen. Jene sollte nicht auf bestimmte Gruppen beschränkt sein, sondern auch Jugendlichen offenstehen.

Es muß die Möglichkeit einer Therapie durch Akupunktur, zusätzlich zum Methadon?Programm, geboten werden. Zunächst sollte dies getestet und später durch ausgebildete befugte Personen und unter ärztlicher Aufsicht fortgeführt werden.

Weiterhin fordern wir spezielle Programme für drogenabhängige Jugendliche, z. B. Treffen mit nicht abhängigen Jugendlichen, damit den Abhängigen die Möglichkeit geboten wird, aus ihrem Umfeld rauszukommen; dieses Angebot sollte jedoch freiwillig sein.

Wir fordern drogenfreie Übernachtungsmöglichkeiten für AussteigerInnen, um die Integration zu fördern. Folglich dürfen in diesen Einrichtungen keine Drogen konsumiert werden, da dies einen eventuellen Rückfall fördern würde. Um das zu garantieren, muß befugtes Personal zur Verfügung stehen und bei Vergehen müssen Konsequenzen erfolgen, wie z. B. eine zeitlich begrenzte Verweisung.

Wir fordern eine zweckorientierte Beschäftigung, um eine Integration in die Gesellschaft speziell im Hinblick auf einen Arbeitsplatz zu fördern. Allgemein müßte mehr Hilfe bei der Integration geleistet werden, da durch Perspektivlosigkeit die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalles gefördert wird.

Familien müssen unterstützt werden, denn sie sind für viele Drogenabhängige die vertrautesten Personen und sind somit gute AnsprechpartnerInnen. Wenn die Familienmitglieder mit dem Problem vertraut sind, können sie bei einer Therapie oder der Integration mitwirken.

Legalisierung von Cannabis

Die derzeitige Gesetzeslage stellt KonsumentInnen vor die Wahl, sich entweder gesundheitsschädlich und legal zu berauschen (Alkohol) oder dies illegal und unschädlicher (Cannabis) zu tun. Dieser Zustand ist untragbar, deshalb fordern wir:

die Legalisierung von Cannabis.

den Verkauf von Cannabis in Apotheken ab 16 Jahren, da Jugendliche ab diesem Alter Zugang zu niedrigprozentigem Alkohol haben, der körperlich abhängig macht, ihnen jedoch der Zugang zu dem nicht körperlich abhängig machenden Cannabis verwehrt wird. Durch diese Maßnahmen würde eine klare Trennung von harten und weichen Drogen entstehen, wobei der/die CannabiskonsumentIn nicht mehr mit der "Hartdrogenszene" in Berührung kommen würde. Somit würde die Anzahl der UmsteigerInnen von Cannabis auf harte Drogen drastisch reduziert werden. Außerdem erwarten wir den positiven Effekt, daß der illegale Cannabishandel auf den Straßen zurückgeht. In den Abgabestellen könnten die KonsumentInnen reines, und nicht von den Straßendealern gestrecktes, Cannabis erwerben. Des weiteren wäre ein staatlich kontrollierter Handel mit Cannabis eine Geldquelle für den Staat, da das Cannabis von der Umsatzsteuer erfaßt werden würde.

Man könnte die oben genannten Projekte mit Hilfe einer Erhöhung der Alkohol-Steuer und Einführung einer Cannabis-Steuer finanzieren.



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

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