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Resolutionen von JiP 1998
Umwelt und Energie
DASA-Erweiterung / Mühlenberger Loch
Elbvertiefung
Atomausstieg

Resolutionen
von JiP 1998

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DASA-Erweiterung / Zuschüttung des Mühlenberger Lochs

Wir haben die DASA-Erweiterung in Anbetracht der zwanzigprozentigen Zuschüttung des Mühlenberger Lochs und der dafür freigegebenen Ausgleichsfläche auf Hahnöfersand studiert.

Wir alarmieren den/die BürgerIn vor der Zerstörung von einem wertvollen Süßwasserwatt, in dem prioritäre Arten nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie leben, einem Erholungsgebiet für Mensch und Tier.

Wir weisen darauf hin, daß die Natur die Lebensgrundlage des Menschen ist. Ist sie einmal zerstört, so kann sie nicht wieder "hergestellt" werden und ist für alle folgenden Generationen verloren. Wir zweifeln somit daran, ob der vordergründige wirtschaftliche Nutzen den langfristigen Schaden rechtfertigt.

Wir betonen die Tatsache, daß durch viele kleinere Eingriffe und grobe (wie die DASA-Erweiterung es vorsieht) das Gleichgewicht des Flusses Elbe kippen kann.
Der Ausschuß berücksichtigte auch Argumente, die für die DASA-Erweiterung sprachen.

Hierbei kommen vor allem die wirtschaftlichen Aspekte in den Vordergrund:

4 000 bis 9 000 feste Arbeitsplätze würden entstehen.
Es würden große Summen an Steuergeldern in die Region fließen.
Der Handel in Hamburg würde expandieren.
Die Entstehung der Zulieferindustrie.
Die daraus entstehenden Ausbildungsmöglichkeiten.

Wir fordern:

Die Erweiterung des DASA-Geländes für den A3XX durch Zuschüttung des Mühlenberger Lochs zu ermöglichen.
Die achtzigprozentige Erhaltung des Mühlenberger Lochs.
Die Einstufung als Naturschutzgebiet.
Techniken, die im Einklang mit der Natur arbeiten.
Hahnöfersand auch zum Naturschutzgebiet zu machen.

Elbvertiefung

Geleitet von der Tatsache, daß Hamburg der größte deutsche Seehafen und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt ist, betonen wir die Wichtigkeit der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Freien und Hansestadt Hamburg.

Wir erkennen die Entwicklung der Industrien im Bau von größeren Containerschiffen und die dadurch erhöhte Effizienz der einzelnen Transporte an.

Wir erkennen die Minimierung der Umweltschäden bei dem Verfahren der Elbvertiefung an. Die Fahrrinne wird von 13,5m auf 14,4m und 15,3m im Hafen bzw. 15,2m in der Außenelbe vertieft.

Wir betonen, daß es sich nur zu einem geringen Anteil (6,6 Prozent) um belastetes Baggergut handelt.

Unter Hinweis auf den dadurch erweiterten Containerumschlag begrüßen wir die Elbvertiefung.

Wir fordern:
Verbesserten Gewässerschutz und mehr Kontrollen der Wasserqualität.

Ausbau des übergreifenden Umweltschutzes.

Atomausstieg

Wir fordern den Ausstieg aus der nuklearen Energieerzeugung bis 2005, da

eine akute Gefahr für Lebewesen durch Betriebsstrahlung, Abfall und eventuelle Unfälle besteht.
Weiterhin sind auch längerfristig die Kosten für nukleare Energieerzeugung höher als die für Energieerzeugung aus alternativen Quellen (hier: Gas und regenerative Energien).

Daher empfehlen wir größere Prioritätensetzung auf die...

Einsparung von Energie in Industrie und Haushalt
Die Einsparung von 35 bis 45 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ist möglich. Dieses Potential sollten wir ausschöpfen, soweit es wirtschaftlich vertretbar ist. Das soziale Bewußtsein muß sich zu einem sparsameren und intelligenteren Umgang mit den gegebenen Energieressourcen entwickeln.

die Erhöhung der Effizienz der erwähnten alternativen Energieerzeugung
Durch eine Erhöhung der Effizienz ist eine größere Ausbeute bei niedrigerer Leistung gegeben, dies wird durch verbesserte Energieleitung, Kraftwerke und Endgeräte erreicht.

der Ausbau der o. g. Erhöhung der Effizienz
Alternative Energiequellen sind sicherer und umweltverträglicher als nukleare Energiequellen und garantieren den Standard der Lebensqualität in Zukunft.

Des weiteren empfehlen wir eine stärkere Förderung der Forschung an schon vorhandenen und neuen nachhaltigen Energiequellen.



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

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