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Resolutionen von JiP 1998
Jugend
Jugend und Politik
Jugendarbeitslosigkeit


Resolutionen
von JiP 1998

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Jugend und Politik

Während der Gespräche in unserem Ausschuß und mit den Experten, die jugendpolitische Sprecherin der SPD, Frau Rogalski-Beeck, und Klaus-Peter Hesse, stellten wir fest, daß es unter Jugendlichen Politikverdrossenheit gibt. Dies hat mehrere Ursachen:

1. Jugendliche fühlen sich von PolitikerInnen nicht ernst genommen.
Wir fordern:
Eine monatliche offene Stunde im Rathaus, in der die jugendpolitischen SprecherInnen, mindestens ein Mitglied aus den Ausschüssen Jugend und Sport und Schule und mindestens einE VertreterIn aus jeder Jugendorganisation der Bürgerschaftsparteien anwesend sein sollten. In diesen offenen Stunden sollen Jugendliche Gehör finden.

Die Pflicht für Schulen, einmal pro Jahr eine politische Diskussion zu veranstalten, an der VertreterInnen der Bürgerschaft und die letzten beiden Jahrgänge der Schule teilnehmen müssen.

2. Den Jugendlichen wird nicht genügend aktuelle Politik vermittelt.

Wir fordern:
Eine frühere Einführung des Faches Politik in der Schule.

Einen Politikunterricht, der sich mehr am politischen Tagesgeschehen orientiert.

Die Erhöhung der Bedeutung des Faches Gemeinschaftskunde, verbunden mit einer deutlichen Erhöhung der Stundenzahl. Insbesondere müssen volkswirtschaftliche Inhalte früher unterrichtet werden. Es ist darauf zu achten, daß politische, wirtschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Inhalte gleichberechtigt behandelt werden.

3. Die Politik ist für Jugendliche nicht transparent genug.

Wir fordern:
Veranstaltungen wie "Jugend im Parlament" sollen zweimal jährlich stattfinden.
Mehr Werbung für solche Veranstaltungen.
Mehr Öffentlichkeitsarbeit, die speziell Jugendliche anspricht.

Wir finden es sehr bedauerlich, daß uns von Frau Rogalski-Beeck klargemacht wurde, daß mit Jugendpolitik keine Karriere zu machen sei und sich deshalb kaum einE PolitikerIn wirklich für Jugendliche interessiere. Uns ist dies unverständlich, denn schließlich sind wir die Zukunft und nicht zuletzt die zukünftigen WählerInnen.

Jugendarbeitslosigkeit

Mißstände

In Hamburg sind zur Zeit ca. 10 000 Jugendliche arbeitslos, darunter sind alle Schulformen vertreten. Gründe hierfür sind unserer Meinung nach:
Mangelnde Vorbereitung durch die Schulen auf das Arbeitsleben.
Fehlende moderne Technik an den Schulen (Multimedia usw.), die von den ArbeitgeberInnen gefordert wird.
Zu kurze und zu späte Berufsorientierungshilfen mit fehlender Kontinuität.
Zu wenige Praktika und dadurch zu geringe Einblicke in Berufe und deren Möglichkeiten.
Häufig fehlende praktische Erfahrungen der LehrerInnen in der aktuellen Berufswelt.
Teilweise fehlende Flexibilität der Jugendlichen in der Berufswahl.
Zu wenig Angebote von Ausbildungsplätzen durch die Betriebe.
Wachsende Ansprüche der Betriebe an die Jugendlichen.
Bevorzugung Jugendlicher aus anderen Regionen, da angeblich die Vorbildung in anderen Regionen besser sei als in Hamburg.
Zu geringe Unterstützung für Jugendliche, die in anderen Regionen arbeiten wollen (soziale Unterstützung).
Mangelhafte finanzielle Unterstützung durch den Staat für Betriebe, die Auszubildende annehmen.

Um diese Mißstände aufzuheben, hat der Ausschuß für Jugend von "Jugend im Parlament" folgende Forderungen erarbeitet:

Forderungen

Direkte Aufforderung an die Schulen, Vorbereitungsmaßnahmen durchzuführen (ggf. in den Lehrplan integrieren), z.B.: praktische und berufsnahe Arbeitsweisen in den Unterricht einbinden.
Die Anzahl der Praktika steigern, um einen umfassenden Einblick in die Berufswelt zu bekommen, da dies die Chance erhöht, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Freiwillige Praktika für LehrerInnen, damit auch sie auf einem aktuellen wirtschaftlichen Stand sind. 2.4. Bessere Informationen für Jugendliche über die Möglichkeiten ihrer Berufswahl.
Verbesserung von schultechnischen Materialien und Anlagen, wie z. B.: Internet-Zugänge, Medienwerkstätte, neue Bücher, Sprachlaboratorien usw.
Häufigere und frühere Berufsorientierungsmöglichkeiten durch die Schulen (ggf. in den Lehrplan integrieren bzw. Projektwochen).
Generelle bessere soziale Unterstützung und Betreuung für Jugendliche, die in anderen Regionen arbeiten wollen.
Verstärkte finanzielle Hilfe für Ausbildungsbetriebe.

Wir hoffen, daß Ihnen endlich die Wichtigkeit dieser Probleme einleuchtet und Sie so schnell wie möglich etwas dagegen unternehmen werden.

In den vier Tagen, in denen wir an "Jugend im Parlament" teilgenommen haben, haben wir gemerkt, daß einige PolitikerInnen wenig Interesse an Jugendproblemen haben. Wir hoffen, sie belehren uns eines Besseren.

Wir fordern, daß die Hamburger Bürgerschaft die Kultusministerkonferenz auffordert, die BSV (BundesschülerInnenvertretung) anzuerkennen



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

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