| Präventions-
und Aufklärungsarbeit
Wir wollen
eine allgemeine Enttabuisierung des Themas Drogen in unserer Öffentlichkeit!
Es ist unverantwortlich, wie dieses Thema bisher verdrängt wurde.
Daher fordern wir mehr Präventions- und Aufklärungsarbeit.
Wir fordern:
aktuelle
Broschüren über Drogen, die klar und objektiv die Risiken und
Gefahren, aber auch (!) die Reize von Drogen darstellen.
öffentliche
Gelder für die Publizierung bestehender Beratungsstellen zum Thema
Drogen.
öffentliche
Seminare und Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen (Jugendliche,
Eltern ...) und nicht nur für LehrerInnen.
kontroverse
Auseinandersetzungen mit dem Thema Drogen in den Schulen, z. B. in Form
von Projekttagen, Diskussionen, Elternabenden ... (z. B. zusammen mit
Methadon-Patienten, früheren Abhängigen, Junkies sowie anderen
qualifizierten ReferentInnen).
daß
Untersuchungen und Statistiken, auf deren Basis argumentiert
wird, aktualisiert und dann veröffentlicht werden.
Legalisierung
von Cannabis
Des weiteren
fordern wir hinsichtlich der Liberalisierung der Drogenpolitik:
die
Legalisierung von Cannabis.
den
Verkauf von Cannabis in Coffie-Shops oder Apotheken mit Abgabebegrenzung
ab 18 Jahre. Die Preise sollen deutlich unter den Verkaufspreisen der
DealerInnen liegen, um den illegalen Handel in diesem Bereich zu senken.
Durch die Markttrennung harter und weicher Drogen würde die Quote
der Umsteiger von Cannabis auf harte Drogen sinken, da der Cannabiskonsument
mit dem kriminellen Milieu der Drogenszene nicht mehr in Berührung
kommt.
Integration
Suchtkranker
Außerdem
fordern wir zur Integration Suchtkranker:
mehr
soziale Einrichtungen in zentraler Lage (z.B. Sternschanze und St. Georg)
mit Übernachtungsmöglichkeiten. Es gibt z. B. nachweislich nur
eine Einrichtung für Frauen, von denen 57 Prozent der dort Verkehrenden
obdachlos sind.
mehr
Fixerstuben, in denen sich mehrere Gesundheitsräume mit nicht mehr
als zehn Druckplätzen befinden. Weil viele Menschen sich außerhalb
der Fixerräume ihren "Druck" setzen (ca. 60 in einer halben
Stunde) und gleichzeitig die acht existierenden Druckplätze besetzt
sind, sieht man, daß alleine in St. Georg mindestens 40 Druckplätze
erforderlich sind.
die
Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen für die geregelte Abgabe
von reinem Heroin als Überbrückung bis zur Teilnahme an einem
Substitutionsprogramm oder auch als Alternative zu Methadon, da so der
Schwarzmarkthandel und die Beschaffungskriminalität erheblich geschwächt
werden würde. Außerdem würden körperliche Krankheiten
wegfallen, da reines Heroin den Körper nicht in so starkem Maße
schädigt und die Menschen dadurch arbeits- und gesellschaftsfähig
bleiben bzw. werden.
daß
jeder Süchtige die Möglichkeit erhält, in ein Methadon-Programm
aufgenommen zu werden, da die Abhängigkeit von harten Drogen genau
wie Alkoholismus als Krankheit angesehen werden muß.
daß
die Akupunkturbehandlung aus den USA, wo die Zahl der Rückfälligen
hierdurch von 53 Prozent auf 13 Prozent gesunken ist und mit welcher auch
in Deutschland schon erhebliche Erfolge erzielt wurden, in Hamburg staatlich
subventioniert werden soll. Es sollte geprüft werden, ob - wie in
den USA- einE kriminelleR DrogenabhängigeR zwischen der Verurteilung
zu einer neunzigtägigen Akupunkturbehandlung
oder einer Gefängnisstrafe sich entscheiden kann.
Rechtliche
Voraussetzungen
Wir fordern
schließlich, daß die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen
werden, damit die Krankenkassen auch für alle weniger stark Abhängigen,
die sich für Methadon-Programme entscheiden, die Kosten tragen.
Es sollte
keinerlei Vorschriften oder Bedingungen (z. B. Schwangerschaft, Lebenslauf
usw.) mehr geben, die Voraussetzung für die Übernahme der Finanzierung
der Therapie- oder Drogenprojekte durch die Krankenkassen sind.
Drogenabhängige
sind krank und müssen somit genau wie andere kranke Menschen behandelt
und unterstützt werden.
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