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Resolutionen von JiP 1995
Drogenpolitik
zum Zustand der jetzigen Drogenpolitik
Legalisierung derzeit illegaler Drogen
Prävention
sofortige Maßnahmen

Resolutionen
von JiP 1995

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zum Zustand der jetzigen Drogenpolitik

Hamburgs Drogenpolitik steckt in einer Sackgasse. Die altbekannten Ballungszentren wie Hauptbahnhof, St. Georg und Altona z. B. existieren weiter fort.

In nächster Zeit ist ein drastischer Anstieg des Konsums von DesignerInnendrogen (wie XTC, LSD) zu erwarten, denen die Polizei schon heute hilflos gegenübersteht.

Die Utopie, den Drogenkonsum beseitigen zu können, beherrscht die deutsche Drogenpolitik. Das Drogenproblem der Neunziger wurzelt in der dramatisierenden und repressiven Politik seit den Siebziger Jahren.

Die Drogenpolitik bleibt stecken, der Junkie rotiert im Kreisverkehr. Es besteht weder die Chance für den Junkie auf ein Entkommen aus seinem sozialen Umfeld noch auf eine Reintegration während und selbst nach Beendigung seiner Sucht. Der Schwarzmarkt für illegale Drogen hat derartig horrende Formen angenommen, daß dem Drogenkranken meist nur die Möglichkeit bleibt, kriminell zu werden.

Es werden in Hamburg wesentlich mehr Gelder für die Bekämpfung der sichtbaren Folgen der Drogenproblematik ausgegeben, als für deren Prävention "investiert" werden. Aus ökonomischen Gesichtspunkten könnten sogar "Folgekosten" eingespart werden und die Anzahl der Drogenabhängigen wesentlich verringert werden.

Auch in der Cannabis-Politik sollte eine klar verfolgbare Linie vorhanden sein, um die bestehende Rechtsunsicherheit zu beseitigen.

Legalisierung derzeit illegaler Drogen

Wir denken, eine Beendigung der Verbots- und Repressionspolitik ist unabdingbar, da sie versagt hat. Zahlreiche Daten und Fakten beweisen dies.

Wir fordern die langfristige Legalisierung aller bis jetzt illegalen Drogen. Diese werden in Abgabestellen anonym verkauft. Der Staat besitzt ein Monopol auf den Verkauf. Eine Ausnahme bilden harte Drogen wie Heroin und Kokain, da wir diese mit einem sehr hohen Abhängigkeitsgrad klassifizieren. Diese werden unter strengen Bedingungen abgegeben.

Eine Altersgrenze halten wir, ähnlich wie beim Alkohol, für angebracht.

Prävention

Um einen Anstieg der Zahl der DrogenkonsumentInnen und insbesondere der Drogenkranken zu verhindern, fordern wir einen drastischen Ausbau der Kinder- und Jugendprogramme, der Aufklärung über Drogen und sonstige Präventionsmaßnahmen. Die jetzige Sparpolitik verurteilen wir auf das Schärfste.

Die Gelder hierfür könnten langfristig durch wegfallende Repressionsgelder aufgebracht werden.

Sofortige Maßnahmen

Als sofortige Maßnahmen fordern wir:

ein sofortiges Werbeverbot für Zigaretten und Alkohol, da Werbung der Prävention und den Aufklärungsmaßnahmen entgegenwirkt.

Legalisierung von Cannabis.

Möglichkeit zur Qualitätskontrolle von chemischen Drogen (insbesondere XTC).

mehr Geld für die staatliche Forschung.



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

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