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Umgestaltungsmaßnahmen
Wir unterstützen die Denkschrift des Arbeitskreises "Zukunftsfragen"
der Patriotischen Gesellschaft:
- "Auf
allen Straßen innerhalb des Wallrings ist Tempo 30 einzuführen
(ausgenommen OstWest-Straße).
- Alle Einbahnstraßen
sind dort für Fahrräder in beiden Richtungen freizugeben.
- In großräumigen
FußgängerInnenzonen ist auf der gleichen Ebene der Fahrradverkehr
zuzulassen.
- FußgängerInnenintensive
Straßen sind für den Kraftverkehr zu sperren, Ausnahme: Zulieferung.
Der Straßenraum ist auf einheitliches Niveau zu bringen. Fahrräder
müssen geschoben werden.
- Auf größeren
innerstädtischen Straßen ist neben dem Fußweg auf der
Straße eine ausreichend breite Fahrradspur (deutlich eingefärbt
und markiert) einzurichten und von dem fahrenden und parkenden Kraftverkehr
freizuhalten. Diese Spuren erlauben zügiges Radfahren ohne Gefährdung
der FußgängerInnen.
- Für
Fahrräder ist durchgängig ein gut sichtbares und verständliches
Verkehrsleitsystem durch Schilder mit Richtungsangaben, insbesondere
in die umliegenden Stadtteile vorzusehen.
- An geeigneten
und vielbesuchten Standorten sind ausreichend große und technisch
gut durchdachte Abstellanlagen für Fahrräder und Fahrradgepäck
(Schließfächer) einzurichten (z. B. Gerhart-Hauptmann-Platz,
Gänsemarkt, Hauptbahnhof, Dammtorbahnhof usw.)."
Weitergehend fordern wir die Umgestaltung der City West. Die Poststraße,
Große Bleichen, Gerhofstraße, Neue ABC-Straße sowie
Alter Wall, Reesendamm und Mönckedamm müssen zu autofreien Zonen
umgebaut werden.
Ebenso ist die Lange Reihe bis zur Lohmühlenstraße zur autofreien
Zone zurückzubauen.
Für das Universitätsviertel erwarten wir einen Rückbau
der Straßen, allen voran der Grindelallee, auf zwei Spuren und Umbau
der Parkstreifen in Radwege, vor allem in folgenden Straßen: Grindelhof,
Schlüterstraße, Hochallee und Rothenbaumchaussee.
Für die Stadtzentren von Altona, St. Georg, St. Pauli und für
das Karolinenviertel fordern wir Reduzierung von Parkplätzen und
weitestmöglich die Schaffung von FußgängerInnenzonen.
Für die gesamte Innenstadt ist es dringend notwendig, die Parkplatzkapazitäten
erheblich abzubauen. In Wohngebieten ist einwohnerInnenberechtigtes Parken
überall einzuführen. Es muß gewährleistet sein, daß
genügend Parkraum für Behinderte vorhanden ist, und kontrolliert
werden, ob dieser Parkraum von nicht Betroffenen mißbraucht wird.
Ziel muß es sein, das Autofahren so unattraktiv zu machen, daß
die Menschen zum Umsteigen auf andere Verkehrsmittel
bewegt werden. Für die RadfahrerInnen ist das Auto der größte
Behinderungsfaktor im Straßenverkehr.
Restriktionen
für Autos und Co
Wir stellen
fest, daß der übermäßige Autoverkehr in Hamburg
zur zunehmenden Verdrängung von FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen
aus dem Stadtbild geführt hat.
Deshalb fordern
wir folgende Restriktionen für den motorisierten Individualverkehr:
Erhebliche Reduzierung der Parkplätze innerhalb des Rings 1 und aller
Stadtzentren.
Tempo 30 innerhalb Ring 2, mit Ausnahme der Hauptstraßen, und eine
dementsprechend geregelte Grünphase, um die Geschwindigkeitsbegrenzung
effektiver durchzusetzen.
AnwohnerInnenberechtigtes Parken in Wohngebieten.
Verbesserung
der Fahrradbedingungen
Für
die Verbesserung der Fahrradbedingungen fordern wir:
Einführung der "Total-Rot-Phase" an Kreuzungen mit hohem
FußgängerInnen- und FahrradfahrerInnenAufkommen (z. B. Grindelallee/Rentzelstraße/Grindelhof).
Mehr Druckampeln mit sofortigem Umschalten auf "Rot" für
Kfz.
Instandhaltung der Radwege auf dem Niveau der Kfz-Fahrbahnen.
Verbreiterung der Radwege nicht zu Lasten der FußgängerInnen
auf mindestens 2 m Breite.
Kantsteinfreie Straßenübergänge, möglichst übergangslose
Überführung der Radwege über Fahrbahnen.
Sichere, überdachte Fahrradstellplätze an ÖPNV-Haltestellen,
Einkaufszentren, Schulen und Uni.
Errichtung eines Fahrradleihsystems im Stadtzentrum.
Einstufung des Fahrrades als Fahrzeug und nicht als Gerät, um z.
B. die Bewilligung von Dienstfahrrädern für Abgeordnete zu ermöglichen.
Im Hinblick auf alternative Verkehrsmittel fordern wir die Wiederaufnahme
der Subventionierung der Elektro-Fahrzeuge.
Ein Großteil
dieser geforderten Maßnahmen erfordert einen geringen finanziellen
Aufwand. Deshalb appellieren wir an Ihren politischen Willen, sie zügig
durchzusetzen. Wir sind überzeugt, daß dies für eine ökologisch
und sozial verträgliche Umgestaltung
des Verkehrs in Hamburg in beidseitigem Interesse ist.
Semesterticket
/ ermäßigte Monatskarten
Wir sprechen uns für eine ermäßigte Monatskarte für
Wehr- und Zivildienstleistende aus sowie für die Einführung
eines Semestertickets für Studierende der Universität Hamburg
und der zugehörigen TU Harburg und Technischen Hochschule.
Die Monatskarte des HVV sollte sich an den Tarifen für Auszubildende
und Studierende orientieren.
Es ist eine Benachteiligung von Wehr- und Zivildienstleistenden, daß
diese die allgemeinen Tarife zahlen müssen. Ein Wehrdienstleistender,
z. B. mit einem monatlichen Sold von 450 DM, müßte demnach
ca. 120 DM für eine Karte Gesamtbereich Hamburg zahlen.
Die laufenden
Gespräche sollten endlich zu einem Abschluß kommen.
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