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Resolutionen von JiP 1993
Alternativverkehr zum Auto
Umgestaltungsmaßnahmen
Restriktionen für Autos und Co
Verbesserung der Fahrradbedingungen
Semesterticket / ermäßigte Monatskarten

Resolutionen
von JiP 1993

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Umgestaltungsmaßnahmen

Wir unterstützen die Denkschrift des Arbeitskreises "Zukunftsfragen" der Patriotischen Gesellschaft:

  1. "Auf allen Straßen innerhalb des Wallrings ist Tempo 30 einzuführen (ausgenommen OstWest-Straße).
  2. Alle Einbahnstraßen sind dort für Fahrräder in beiden Richtungen freizugeben.
  3. In großräumigen FußgängerInnenzonen ist auf der gleichen Ebene der Fahrradverkehr zuzulassen.
  4. FußgängerInnenintensive Straßen sind für den Kraftverkehr zu sperren, Ausnahme: Zulieferung. Der Straßenraum ist auf einheitliches Niveau zu bringen. Fahrräder müssen geschoben werden.
  5. Auf größeren innerstädtischen Straßen ist neben dem Fußweg auf der Straße eine ausreichend breite Fahrradspur (deutlich eingefärbt und markiert) einzurichten und von dem fahrenden und parkenden Kraftverkehr freizuhalten. Diese Spuren erlauben zügiges Radfahren ohne Gefährdung der FußgängerInnen.
  6. Für Fahrräder ist durchgängig ein gut sichtbares und verständliches Verkehrsleitsystem durch Schilder mit Richtungsangaben, insbesondere in die umliegenden Stadtteile vorzusehen.
  7. An geeigneten und vielbesuchten Standorten sind ausreichend große und technisch gut durchdachte Abstellanlagen für Fahrräder und Fahrradgepäck (Schließfächer) einzurichten (z. B. Gerhart-Hauptmann-Platz, Gänsemarkt, Hauptbahnhof, Dammtorbahnhof usw.)."

Weitergehend fordern wir die Umgestaltung der City West. Die Poststraße, Große Bleichen, Gerhofstraße, Neue ABC-Straße sowie Alter Wall, Reesendamm und Mönckedamm müssen zu autofreien Zonen umgebaut werden.

Ebenso ist die Lange Reihe bis zur Lohmühlenstraße zur autofreien Zone zurückzubauen.

Für das Universitätsviertel erwarten wir einen Rückbau der Straßen, allen voran der Grindelallee, auf zwei Spuren und Umbau der Parkstreifen in Radwege, vor allem in folgenden Straßen: Grindelhof, Schlüterstraße, Hochallee und Rothenbaumchaussee.

Für die Stadtzentren von Altona, St. Georg, St. Pauli und für das Karolinenviertel fordern wir Reduzierung von Parkplätzen und weitestmöglich die Schaffung von FußgängerInnenzonen.

Für die gesamte Innenstadt ist es dringend notwendig, die Parkplatzkapazitäten erheblich abzubauen. In Wohngebieten ist einwohnerInnenberechtigtes Parken überall einzuführen. Es muß gewährleistet sein, daß genügend Parkraum für Behinderte vorhanden ist, und kontrolliert werden, ob dieser Parkraum von nicht Betroffenen mißbraucht wird.

Ziel muß es sein, das Autofahren so unattraktiv zu machen, daß die Menschen zum Umsteigen auf andere Verkehrsmittel bewegt werden. Für die RadfahrerInnen ist das Auto der größte Behinderungsfaktor im Straßenverkehr.

Restriktionen für Autos und Co

Wir stellen fest, daß der übermäßige Autoverkehr in Hamburg zur zunehmenden Verdrängung von FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen aus dem Stadtbild geführt hat.

Deshalb fordern wir folgende Restriktionen für den motorisierten Individualverkehr:

Erhebliche Reduzierung der Parkplätze innerhalb des Rings 1 und aller Stadtzentren.

Tempo 30 innerhalb Ring 2, mit Ausnahme der Hauptstraßen, und eine dementsprechend geregelte Grünphase, um die Geschwindigkeitsbegrenzung effektiver durchzusetzen.

AnwohnerInnenberechtigtes Parken in Wohngebieten.

Verbesserung der Fahrradbedingungen

Für die Verbesserung der Fahrradbedingungen fordern wir:

Einführung der "Total-Rot-Phase" an Kreuzungen mit hohem FußgängerInnen- und FahrradfahrerInnenAufkommen (z. B. Grindelallee/Rentzelstraße/Grindelhof).

Mehr Druckampeln mit sofortigem Umschalten auf "Rot" für Kfz.

Instandhaltung der Radwege auf dem Niveau der Kfz-Fahrbahnen.

Verbreiterung der Radwege nicht zu Lasten der FußgängerInnen auf mindestens 2 m Breite.

Kantsteinfreie Straßenübergänge, möglichst übergangslose Überführung der Radwege über Fahrbahnen.

Sichere, überdachte Fahrradstellplätze an ÖPNV-Haltestellen, Einkaufszentren, Schulen und Uni.

Errichtung eines Fahrradleihsystems im Stadtzentrum.

Einstufung des Fahrrades als Fahrzeug und nicht als Gerät, um z. B. die Bewilligung von Dienstfahrrädern für Abgeordnete zu ermöglichen.

Im Hinblick auf alternative Verkehrsmittel fordern wir die Wiederaufnahme der Subventionierung der Elektro-Fahrzeuge.

Ein Großteil dieser geforderten Maßnahmen erfordert einen geringen finanziellen Aufwand. Deshalb appellieren wir an Ihren politischen Willen, sie zügig durchzusetzen. Wir sind überzeugt, daß dies für eine ökologisch und sozial verträgliche Umgestaltung des Verkehrs in Hamburg in beidseitigem Interesse ist.

Semesterticket / ermäßigte Monatskarten

Wir sprechen uns für eine ermäßigte Monatskarte für Wehr- und Zivildienstleistende aus sowie für die Einführung eines Semestertickets für Studierende der Universität Hamburg und der zugehörigen TU Harburg und Technischen Hochschule.

Die Monatskarte des HVV sollte sich an den Tarifen für Auszubildende und Studierende orientieren.
Es ist eine Benachteiligung von Wehr- und Zivildienstleistenden, daß diese die allgemeinen Tarife zahlen müssen. Ein Wehrdienstleistender, z. B. mit einem monatlichen Sold von 450 DM, müßte demnach ca. 120 DM für eine Karte Gesamtbereich Hamburg zahlen.
Die laufenden Gespräche sollten endlich zu einem Abschluß kommen.



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

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