![]() |
||||||||||||
|
Resolutionen
von JiP 1993 |
||||||||||||
|
Resolutionen |
||||||||||||
|
Hintergrund In seinen Beratungen setzte sich der Ausschuß "Medien" mit der Frage der beidseitigen Manipulation von Staat und Presse sowie deren Auswirkungen auf das Volk auseinander. Als BeraterInnen fungierten dabei PressesprecherInnen der Bürgerschaftsfraktionen SPD, F.D.P. und GRÜNE/GAL sowie der stellvertretende Chefredakteur des "GEO"-Magazins, der unter anderem schon für die "Frankfurter Rundschau" und den "Stern" gearbeitet hat. Die Fragen an die PressesprecherInnen der Fraktionen bezogen sich insbesondere auf Mechanismen der Informationsvergabe und Informationsbeschaffung sowie die gegenseitige Manipulation von Politik und Presse. Die PressesprecherInnen wollten eine direkte Manipulation der Presse durch die Politik nicht bestätigen, eher sei es so, daß die Presse durch Selektion der Pressemeldungen und deren rhetorische Umformung letztendlich diejenige sei, die über die Auswirkungen einer Meldung hauptsächlich entscheiden kann. Vermutungen über Begünstigung einzelner JournalistInnen mit entsprechender Parteizugehörigkeit bei der Informationsvergabe seitens der Bürgerschaftsfraktionen wurden nicht bestätigt. Die Vertreterin der GRÜNE/GAL räumte ein, daß es einer kleinen Fraktion wie ihrer entsprechend mehr Probleme bereite, Meldungen gezielt an die Presse heranzubringen, wohingegen die Regierungsparteien damit in der Regel weniger Schwierigkeiten hätten. Der von uns zu diesem Thema angehörte Journalist, Peter-Matthias Gaede, bestätigte die Macht der Presse. Oft würde der Versuch unternommen, eine objektive Berichterstattung zu verhindern, um die Interessen von Politik und Wirtschaft einzubringen. Dieses geschehe durch bewußte Manipulation, z. B. geschickte Verteilung von Nachrichten und gepflegte Kontakte. Das Ergebnis der Anhörungen und Beratungen war, daß insbesondere auflagenstarke Magazine und Tageszeitungen oftmals als einzige Mittlerinnen zwischen Politik und Bevölkerung fungieren und dadurch oftmals ein nicht mit der Realität übereinstimmendes Bild vermitteln. Wie die jüngste Vergangenheit zeigt, nimmt dieser Mechanismus beängstigende Ausmaße an, wenn Sachverhalte zugunsten hoher Auflagen verfälscht, undifferenziert und überzogen dargestellt werden. Eindeutig kam der Ausschuß zu dem Ergebnis, daß die Presse eine nicht unerhebliche Mitschuld am jetzigen Bewußtsein vieler Menschen in unserem Land trägt, daß sie Feindbilder aufgebaut und Angst geschürt hat und in großem Maße unaufklärerisch wirkt, indem sie durch undifferenzierte und reduzierte Meldungen, die keine Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Sachverhalt erfordern, mit menschlichen Emotionen spielt. Forderungen
Um dieses zu ermöglichen, fordern wir:
Aufklärung
|
||||||||||||
|
|
||||||||||||