zur JiP-Startseite  
Über JiP
Resolutionen
Forum
Links

Resolutionen von JiP 1993
Gewalt
Gewalt von Kindern und Jugendlichen
Einflüsse auf die Kinder
Unsere Forderungen

Resolutionen
von JiP 1993

alle Resolutionen als

Gewalt von Kindern und Jugendlichen

Der Ausschuß "Gewalt" hat seinen Schwerpunkt auf Gewalt von Kindern und Jugendlichen gesetzt und sich in den drei Tagen mit den Ursachen beschäftigt. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, daß Menschen in frühester Kindheit von der Familie, aber auch von dem gesamten Umfeld entscheidend für ihr weiteres Leben geprägt werden.

Dies sieht im Detail so aus: Sozial schwache Familien sind durch den Einfluß verschiedener Probleme wie finanzielle Not, schlechte Lebensbedingungen und Perspektivlosigkeit oft überfordert. Eltern bringen ihren Kindern aufgrund der Häufung der Probleme nicht die Fürsorge entgegen, die sie benötigen. Liebesentzug, familiäre Probleme und vorgelebte Gewalt durch Familie, Freunde und Fernsehen stört die Entwicklung der Kinder. Dieses wirkt sich oft in Form von Gewalt aus, da die Kinder sich nicht mehr anders zu helfen wissen. Die Mißstände werden durch Drogen- und Alkoholkonsum, Kriminalität und sexuellen Mißbrauch oft noch erhöht.

Einflüsse auf die Kinder

In den einzelnen Lebensetappen wirken verschiedene Einflüsse auf die Kinder ein:

Anfangs haben die Eltern und ihr Freundeskreis den größten Einfluß, der durch die finanzielle Lage, Probleme und geographische Probleme geprägt ist;

kleine Wohnung, kein Geld und schlechtes Umfeld wirken sich schlecht auf die Entwicklung des Kindes aus;

aufgrund von Problemen haben die Eltern meist keine Zeit für ihr Kind und lassen ihre Sorgen auf dem Rücken ihres Kindes ab, deshalb zieht sich das Kind zum Fernseher zurück, hat keine FreundInnen und keinen Kontakt nach außen;

Trabantenstädte bieten keine ausreichenden Spielmöglichkeiten und stellen keinen kindgerechten Lebensraum dar;

es gibt zu wenig Kindergartenplätze;

sobald die Kinder in die Schule kommen, werden sie auf einmal mit Lebensregeln konfrontiert, fühlen sich eingeengt, stehen unter Leistungsdruck, geraten durch ihre soziale Lage oft in die AußenseiterInnenrolle;

in höherem Alter nehmen sie verstärkt ihre Lage wahr und sind politisch gefrustet; sie merken, daß politisch erst reagiert wird, wenn Gewalt stattgefunden hat.

Unsere Forderungen

Familienorientierter Wohnungsbau

ein Recht auf einen Kindergarten- und Kindertagesstättenplatz

Schaffung von kindgerechten Lebensräumen (verwilderte Wiesen, Freiflächen zum Spielen)

Einrichtung von Sportmöglichkeiten (Öffnung von Sportplätzen, Basketballkörbe)

mehr Familienhilfe

Kinder bei Planungsentscheidungen mit einbeziehen

Einrichtung von Jugendhäusern

Streetworker für Kinder und Jugendliche

mehr Ganztagsschulen zur Erhöhung des Angebots an Arbeitsgemeinschaften

SozialpädagogInnen an jeder Schule (BeratungslehrerIn)

Veränderung der LehrerInnenausbildung (verpflichtende sozialpädagogische Kurse)

weniger Gewalt im Fernsehen

politische Entscheidungen rechtzeitig und nicht erst nach Gewalttaten (bürgerInnennahe Politik)

doppelte Staatsbürgerschaft, kommunales AusländerInnen-Wahlrecht.



Was ist aus den Forderungen geworden?
Hier gibt's die Erfolge und Niederlagen!

l nach oben l

zu "Resolutionen 1993"