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Die Verkehrssituation
in Hamburg steuert zunehmend auf einen Verkehrsinfarkt zu.
Die derzeitige
Bevorteilung des Autos vor Bahn und Fahrrad in unserer Gesellschaft führt
dazu, daß die BürgerInnen die Mobilität des Autos bevorzugen,
anstatt die ökonomischen und ökologischen Vorteile des Fahrrades
zu nutzen.
Es gilt daher, die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver zu gestalten.
ÖPNV-Streckennetz
Aus der derzeitigen
Lage erkennt man eine zunehmende Dezentralisierung der Wohn- und Wirtschaftsbereiche
in Hamburg.
Daraus erkennen
wir, daß eine Ringverbindung zwischen den neu entstehenden Zentren
zwingend notwendig ist. Kurzfristig sollte der Ring durch Buslinien eingerichtet,
mittelfristig mit Busspuren ausgestattet und langfristig durch eine U-Bahn-Linie
ersetzt werden.
Den Bussen und Fahrrädern muß zusätzlich Platz auf der
Straße in Form von Bus- und Fahrradspuren geschaffen werden, um
die Attraktivität dieser Verkehrsmittel zu erhöhen. Dazu gehört
ebenfalls der Ausbau des Streckennetzes, vorzugsweise
die Verlängerung von vorhandenen Linien.
Service
Um die Bahn ansprechender zu gestalten, müssen eine Reihe von Veränderungen
vorgenommen werden. Zumindest am Wochenende sollten die S- und U-Bahnen
im Halbstunden-Takt nachts durchfahren. In dieser Zeit sollten, aus Gründen
der Sicherheit, nur zwei Waggons zur Verfügung stehen. Zur Auslastung
dieses Angebotes fordern wir die Einführung einer verbilligten Abendkarte.
Um den Komfort der Bahn zu steigern, sollten Unterhaltungsangebote, wie
z. B. Straßenbands, geduldet werden.
Wir halten
es für unverantwortbar, daß der Abbau von Bahnhofspersonal
weiter vorangetrieben wird.
Ein Projekt
zum Ausbau der Sicherheit könnte nach Vorbild der PVG (Pinneberger
Verkehrsgesellschaft) ein flexibler Busstopp am Straßenrand sein.
Wir halten es für dringend notwendig, daß die P+R-Plätze
speziell in den Umlandgemeinden ausgebaut werden,
um den PendlerInnen das Umsteigen zu erleichtern.
Tarife
Damit mehr Personen auf den ÖPNV umsteigen, müssen die verbilligten
Großkundenabonnements ausgeweitet werden. Firmen müssen verpflichtet
werden, eine bestimmte Quote abzunehmen.
Studentinnen und Studenten sollten die Möglichkeit haben, kostenlos
den ÖPNV zu nutzen. Hierfür sollte eine für 80 DM erhöhte
Semestergebühr verlangt werden.
Fahrräder
Das Fahrrad könnte in Zukunft einen Großteil des Stadtverkehrs
ablösen. Dazu ist der Ausbau und die Verbesserung des Fahrradstraßennetzes
notwendig.
Autos
Die Kosten für die Schäden, die durch das Auto angerichtet wurden
und werden, müssen durch eine Mineralölsteuererhöhung ausgeglichen
werden.
Zur weiteren Verringerung muß über verschiedene Modelle (autofreie
City) nachgedacht werden. In Zukunft muß es darum gehen, ein gleichberechtigtes
Nebeneinander aller Verkehrsmittel zu ermöglichen.
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