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Erfolge und Niederlagen

Seit der ersten JiP-Veranstaltung 1992 wurden dort hunderte Forderungen aufgestellt. Einige sind sehr idealistisch, andere leicht zu realisieren; manche sind sehr umstritten, andere einfach nur "zu teuer".
Hier gibt's den Überblick über Tops und Flop von JiP!

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Kein Geld für die JiP-Resolutionen
"Viele Resolutionen der Jugendlichen sind kostenintensiv und können deshalb nicht sofort umgesetzt werden". So erklärt Bürgerschaftssprecher Frank Fechner in der WELT, warum die meisten Forderungen bei den PolitikerInnen auf Ablehnung stoßen.

JiP-Abgeordnete werden ernstgenommen - oder?
Aus den Protokollen der JiP-Veranstaltungen...
...1995: "Die "konstruktive und ernsthafte Behandlung" der
Resolutionen in den Ausschüssen wurde hervorgehoben."
...2000: "Sie sahen sich in ihren Anliegen und Beratungen ernst genommen (...)"
Die TeilnehmerInnen sehen es unterschiedlich, aber eben auch anders: 1998 bemängelten sie eine "oberflächliche Beratung ohne inhaltliche Diskussion" der Resolutionen in den Ausschüssen der Bürgerschaft. Zu den konkreten Forderungen seien "in einigen Fällen konkrete Antworten ausgeblieben".
Was sonst noch störte: Die Bürgerschaft selbst und ihr federführender Jugendausschuß nahmen nie Stellung zu den Forderungen.

1993: Grindelhof umgestaltet
Es hat zwar einige Jahre gedauert, aber schließlich wurde der Grindelhof umgestaltet - und sogar noch umfangreicher, als 1993 von JiP gefordert. Ob es nun die Jugendlichen mit ihrem "richtigen politischen Riecher" (Die Welt) waren oder doch der allgemeine politische Druck, der die Umgestaltung ermöglichte, sei dahingestellt.
zu den Forderungen von JiP 1993 zum Verkehr

1993: Semesterticket und ermäßigte Monatskarten
Die TeilnehmerInnen von JiP "für eine ermäßigte Monatskarte für Wehr- und Zivildienstleistende aus sowie für die Einführung eines Semestertickets für Studierende der Universität Hamburg und der zugehörigen TU Harburg und Technischen Hochschule."
Das Semesterticket gibt's mittlerweile, eine den Preisen von Azubi- und Studierendenkarten angepaßte Monatskarte für Wehrdienstler und Zivis ist jedoch nicht geplant.
zu den Forderungen von JiP 1993 zum Verkehr

1995: (Fast) alles abgeschmettert
Alle Forderungen von JiP 1995 wurden abgelehnt. Nur die Forderung nach Wahlaltersenkung wurde näher besprochen - mehr nicht. Dazu schrieb die "Morgenpost", die Jugendlichen sollten sich nicht "allzu große Hoffnungen" machen. "Von den Forderungen der Jungparlamentarier aus dem vergangenen Jahr wurden - bis auf den Antrag zur Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre - alle abgeschmettert."
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1995: Ökosteuer gefordert - abgemildert realisiert
Immerhin gibt es mittlerweile die 1995 von JiP geforderte Ökosteuer, wenn auch nicht ganz so krass, wie gewünscht: "Wir fordern die Einführung einer Steuer, die Haushalte und Betriebe belangt, welche übermäßig viel Energie verbrauchen. EnergiesparerInnen werden mit diesem Geld prämiiert (Ökosteuer)."
zur Resolution Energie- und Umweltpolitik von JiP 1995

1995: Dezentralisierung der Ausländerbehörde
Seit 1999 ist die Ausländerbehörde auf 10 Dienststellen verteilt - schon vier Jahre zuvor hatte JiP die Dezentralisierung auf die Ortsämter gefordert. Der Forderung nach mehr Personal in den Ausländerämtern wurde aber nicht nachgegangen.
zur Resolution Rassismus von JiP 1995

1995: SchülerInnenkammer - SchülerInnenparlament
Das geforderte "Parlament", zu dem jeder Bezirk SchülerInnen entsendet, wurde 1997 ins Schulgesetz aufgenommen. Seitdem werden die Mitglieder der SchülerInnenkammer von KreisschülerInnenräten gewählt statt wie früher von Landesausschüssen der einzelnen Schulformen.
Ein Vetorecht der Kammern gegenüber der Behörde hingegen ist nicht gesetzlich verankert und auch nicht vorhanden.
zur Resolution Schulpolitik von JiP 1995

1999: Zwei Projekte durchgesetzt
Etwas positiver sah es das Abendblatt in seinem Resümee von JiP 1999: "(...) Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit können die Jugendlichen zufrieden sein."
So sei der Wunsch nach einem Party-Ticket sei schon an den Senat weitergeleitet. Mehr ist aber auch nicht dazu passiert.
Zum Projekt "Anti-Rassismusbus" sagte Anna Schwarz von der Jahnschule zum Abendblatt: "Die Politiker fanden es gut, aber es ist kein Geld da." Wo also sieht die Zeitung den Erfolg? Immerhin: Der Anti-Rassismusbus wird nun doch von der Bürgerschaft mit 40.000 Mark unterstützt.
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2000: Kein Geld für die SchülerInnenfibel
Bei einem gemeinsamen Gespräch machte Ute Pape dem Vorstand der SchülerInnenkammer deutlich: Von ihr werde es kein Geld für den Druck der SchülerInnenfibel geben. Jahrelang mußte das Geld dafür aus diversen Geldtöpfen zusammengesammelt werden. Die Texte gab's umsonst: Engagierte SchülerInnen schrieben den "Ratgeber für die gesamte SchülerInnenvertretung" und aktualisierten ihn jährlich. Die Fibel klärt u.a. über die Rechte der SchülerInnen auf und gibt Tips für die SchülerInnenvertretung.
JiP 2000 hatte nun für jedeN SchülerIn eine Fibel gefordert. Außerdem sind Spezialfibeln für Berufs- und Grundschulen in Planung, weshalb ein eigener Finanztopf nötig ist. Denn derzeit sind 35.000 SchülerInnenfibeln gedruckt - in Hamburg gehen jedoch rund 220.000 SchülerInnen zur Schule.
Mehr Infos und Downloads zur SchülerInnenfibel

2000: Keine Schulgesetz-Erneuerung
Mehr Mitgestaltungs- und Mitbestimmungs-Möglichkeiten in der Schule wurden 2000 gefordert. Auch ein Budget für die SchülerInnenvertretung müsse in einer Novelle des Schulgesetzes festgeschrieben werden.
Schulsenatorin Pape jedoch kippte die geplante Novelle des seit 1997 gültigen Gesetzes - denn es sei gerade Wahlkampf, so ihre Argumentation...
zur Resolution Schule von JiP 2000

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