zur JiP-Startseite  
Über JiP
Resolutionen
Forum
Links

Pressespiegel 2003
"Schill kneift vor Jugendlichen" schreibt die taz plakativ,
das Abendblatt nennt die Nachwuchspolitiker "Experten"
in vielen Bereichen und findet das Parlament "jung wie nie"

Über JiP

  • Jugend im Parlament: Das Resümee
    12. November 2003, Hamburger Abendblatt:
    "Das Schwierigste in der Politik ist, aus vielen unterschiedlichen Meinungen einen Konsens herzustellen und Kompromisse zu finden." Dieses Resümee zieht einer, der es wissen muss: Min-Sung Kim (18), Schüler am Gymnasium Grootmoor, ist einer von 121 Hamburger Jugendlichen, die während des Planspiels "Jugend im Parlament" vier Tage lang politischen Alltag erlebten. ...weiter
  • Mit 19 im Parlament Menschlich gesehen
    12. November 2003, Hamburger Abendblatt:
    Er sieht mit seinen dunklen braunen Augen nicht nur gut aus, er ist auch ein ganz schön schlauer Kopf. Die Schule fällt ihm leicht, und Politik hat ihn immer schon interessiert. Nahe liegend, dass Johannes W e i c k e n m e i e r (19) für das Planspiel "Jugend im Parlament" zum Schriftführer gewählt wurde ...weiter

  • 121 Schüler übernehmen für 96 Stunden die Hamburger Bürgerschaft - von Politikverdrossenheit keine Spur
    Abiscene (Simon Eggert und Benedikt Nufer):
    Vier Tage lang war das Rathaus in den Händen von Hamburgs Schülern. Im Rahmen von "Jugend im Parlament", dem größten hamburger Planspiel für Politik, wurde das Abgeordnetendasein in der Bürgerschaft zum 9. Mal simuliert. Das Ganze ist jedoch kein Spiel.
    Wie auch in der "echten" Bürgerschaft haben die Schüler 7 Ausschüsse gebildet. Dort wurden Resolutionen an das Parlament verfasst, um die Positionen der Hamburger Jugend - von der Bildungspolitik bis hin zur Inneren Sicherheit - an die "Seniorenpolitik" zu übermitteln. Diese Entschließungen werden zu einer offiziellen Drucksache verarbeitet und von den Abgeordneten auf eine mögliche Umsetzung hin untersucht. Vom Wirtschaftsstandort bis zum Zentralabitur wurden alle aktuellen Themen der Hamburger Politik diskutiert.

    Dabei nahmen die Jugendlichen besonderen Anstoß an der Schulpolitik. Für unverantwortlich halten die Schüler sowohl die Etatkürzungen bei den Hamburger Gesamtschulen, als auch das sogenannte Lehrer-Arbeitszeitmodell, nach dem das Stundenpensum der Lehrkräfte neu bewertet werden soll. Auch das Zentralabitur dürfte laut Beschluss nicht durchgesetzt werden.

    In zahlreichen Unterausschüssen haben die Jugendlichen ihre Positionen gegenüber der Hamburger Bürgerschaft ausgearbeitet. Von Politikverdrossenheit ist dabei nichts zu spüren. "Hier wollen alle etwas bewegen, auch wenn es nicht immer einfach ist, die ganze Gruppe unter einen Hut zu bekommen", sagt Ming-Sung Kim, der Präsident der "jungen Bürgerschaft".

    Die Politik des Innensenators wurde ebenfalls kontrovers diskutiert. Der "Ausschuss Schülerdemo" fordert als Konsequenz aus den Krawallen bei der Anti-Kriegs-Demonstration am 24. März, dass in Zukunft bei vergleichbaren Einsätzen Polizeipsychologen zugegen sein sollten. Ihrer Meinung nach hatten die Ordnungskräfte nicht alle erforderlichen Mittel ausgeschöpft, um die Veranstaltung zu einem friedlichen Ende zu bringen. Damit die Anonymität der Polizisten aufgelöst wird, sollen die Beamten, nach dem Willen des Jugendparlaments, in Zukunft Namenschilder tragen. Das Thema soll nicht in der politischen Versenkung verschwinden, darum fordern die 121 "Jungpolitiker" einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss, der die Vorkommnisse noch einmal aufarbeiten könnte.
    Die Chance für ihre Resolutionen hält die Teilnehmerin Elisabeth L'Orange allerdings für klein. Die 20jährige vom Gymnasium Corveystraße hält einerseits viele Beschlüsse für unrealistisch, andererseits ist sie unsicher, wie ernst die Jugendlichen von den Abgeordneten wirklich genommen werden. "Die Vorschläge der Schüler sind für uns eine Verpflichtung", verspricht die Präsidentin der Bürgerschaft, Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt. Das hören die Schüler gern und wollen Taten der erwachsenen Vorbilder sehen.

    Portraits

    Elisabeth L'Orange
    Warum die Abiturientin vom Gymnasium Corveystraße an JiP teilnimmt ist doch klar: "Ich bin politisch interessiert und will mitreden." Außer als Schulsprecherin hat sie noch nichts mit Politik zu tun gehabt. Hier engagiert sie sich im Unterausschuss für Jugendkriminalität und Drogenpolitik. Dabei rät die ehemalige Pfadfinderin den Politikern, die Ursachen für die Probleme zu lösen und nicht die Ergebnisse zu verdrängen. Denn bei den Kriminalitätserhebungen hält sie es mit Winston Churchill: "Trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast." Richtig gut gefällt ihr die Zusammenarbeit mit den Experten, wie zum Beispiel Jungendrichter Joachim Katz: "Die haben keinen Standesdünkel und lassen sich auf uns ein." Schade findet Elisabeth, dass die Zeit häufig nicht für eine ausgiebige Diskussion im Plenum reicht. " Da fragt man sich dann zum Teil, ob die Schüler überhaupt genau wissen worüber sie abstimmen."

    Stephan Piko
    "Vor der Bürgerschaftswahl wurde versprochen mehr Lehrer einzustellen, aber stattdessen werden immer mehr Stellen gestrichen und der Unterrichtsausfall wird größer." Das ist es, worüber Stephan Piko sich unendlich aufregen kann. "Wir sind die Betroffenen und haben am wenigsten Mitspracherecht." Aus diesem Grund hat sich der 17 jährige dazu entschieden bei JiP mitzumachen und er ist beeindruckt. Vorher hat er das politische Geschehen nicht wirklich verfolgt. Seiner Überzeugung nach würden in der Politik meistens die falschen Entscheidungen getroffen und der einfache Mann habe keine Gestaltungsmöglichkeit .Vertrauen in die Politik war für den "Deutschpunk" - Liebhaber undenkbar. Nach den Erfahrungen im Hamburger Rathaus hat sich sein Sicht gewandelt. Der Gesamtschüler aus Mümmelmannsberg ist jetzt überzeugt, dass jeder die Möglichkeit hat ein bisschen Einfluss zu nehmen.

    Meinungen: Wenn ich Bürgermeister wäre...

    "...würde ich ein Schülerparlament einrichten, das die Bürgerschaft in Bildungsfragen berät." Sebastian Henatsch (18) Friedrich-Ebert-Gymnasium.

    "…würde ich in Bildung investieren, weil ich es unmöglich finde, dass bei den Gesamtschulen Gelder gestrichen werden." Jenny Talastasin (18) Erich Kaestner Gesamtschule

    "…würde ich Hamburg noch sicherer machen, weil es nicht möglich ist bei Dunkelheit draußen sicher rumzulaufen." Christin Daukert (18) Wilhelm-Gymnasium-Alster.

    "…würde ich den Wirtschaftsstandort Hamburg stärken." Jan Christopher Witt (18) Gymnasium Ohlstedt

  • Schill kneift vor Jugendlichen
    30.04.2003, taz hamburg:
    Jugend im Parlament fordert Parlamentarischen Untersuchungsausschuss über Polizeieinsatz auf Friedensdemo. Innensenator verweigert Gespräch mit Schülern

    Unmoralisch, lautet das Ergebnis, hat die Polizei mindestens gehandelt. In einigen Fällen hat sie darüber hinaus das Recht verletzt. Die Vorwürfe gründlich aufzuklären, sei Aufgabe der Bürgerschaft: Die Abgeordneten des Jugendparlamentes forderten gestern einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Vorfällen auf der SchülerInnen-Friedensdemonstration Ende März.

    Ihre Resolution wird der Hamburger Bürgerschaft zusammen mit weiteren rund 100 Einzelforderungen zugesandt. Vier Tage lang hatten Jugendliche im Rathaus zu aktuellen lokalpolitischen Fragen getagt. Abschließend versprach ihnen Bürgerschaftspräsidentin Dorothee Stapelfeldt (SPD), dass die "echten" Abgeordneten über ihre Resolutionen debattieren würden.

    Als Konsequenz aus den Vorfällen bei der SchülerInnendemo forderte das Jugendparlament gestern bereits, dass PolizistInnen bei Demonstrationen Erkennungsschilder tragen müssten. Auch ein Polizeipsychologe sollte stets zugegen sein. Denn bei der Friedensdemonstration am 24. März, so das Ergebnis der Jugendlichen, "hat die Polizeiführung nicht alle Mittel der Deeskalation genutzt". Um deren obersten Chef, Innensenator Ronald Schill, direkt über ihre Ergebnisse zu informieren, luden die Jugendlichen diesen gestern zu ihrer abschließenden Sitzung ins Parlament. Schill sagte ab.

    Dabei hätte er auch Resolutionen zu hören bekommen, in denen die Politik seines Senates bestätigt wird. So sind auch die NachwuchspolitikerInnen für Brechmitteleinsätze, wollen diese aber lieber mit einer Spritze als mit Nasensonde durchführen lassen. Auch geschlossene Jugendheime finden sie richtig, für "gesellschaftlich untüchtige Jugendliche", aber bitte mit mehr pädagogischem Personal.

    In der Wirtschaftspolitik fordern die Jugendlichen, zugunsten von Neuenfelde auf die Endfertigung des A380 zu verzichten. Missstände haben sie auch in der Behindertenpolitik festgestellt: So verlangen sie mindestens eine Integrations-Schule pro Bezirk sowie Fahrstühle in jeder Bahnstation. In der Ausländerpolitik fordern sie ein klares Bekenntnis zu Deutschland als "Einwanderungsland". In eigener Sache, der Schulpolitik, verlangen sie, den Etat für die Gesamtschulen aufzustocken - und das Lehrerarbeitszeitmodell "sofort abzusetzen"." ELKE SPANNER

  • Die Bürgerschaft - jung wie nie
    30.04.2003, Hamburger Abendblatt:
    Einige tragen Anzüge, andere Jeans und Strickpullover. Eben wie im richtigen Parlament. In den vier Tagen des Politik-Planspiels "Jugend im Parlament" in der Bürgerschaft haben die 14 bis 21 Jahre alten Teilnehmer zu vielen Streitthemen der aktuellen Politik ihre Position gefunden. ...weiter

  • Rathaus: Jetzt hat die Jugend das Sagen
    25.04.2003, Hamburger Abendblatt:
    Vier Tage lang haben in der Bürgerschaft die Jugendlichen das Wort. Das politische Planspiel "Jugend im Parlament" gibt den 121 Teilnehmern bis zum kommenden Dienstag die Gelegenheit, parlamentarische Demokratie praktisch auszuprobieren. ...weiter
  • Jugend im Parlament
    12.03.2003, taz hamburg:
    Einmal im Jahr überlassen die Alten den Jungen den Plenarsaal des Hamburger Rathauses. Dann debattieren Jugendliche über Themen, die sie beschäftigen, stellen Anträge, hören Experten an, verabschieden Resolutionen und stellen das Ganze in Pressekonferenzen der Öffentlichkeit vor. Dann werden ihre Anträge von den erwachsenen Politikern in den Ausschüsse diskutiert. Manchmal versuchen sich die jungen Politiker an Ideen, die die alten in Erklärungsnöte bringen. Manchmal sind sie mehr am Machbaren orientiert. Alles ist erlaubt. Vom 24. bis 29. April ist wieder "Jugend im Parlament". Schulleitungen und Unternehmen werden gebeten, SchülerInnen und Auszubildende für die Aktion freizustellen. Infobroschüren und Anmeldeformulare gibt es in Schulen, Jugendeinrichtungen und im Internet unter www.hamburg.de/buergerschaft. Bewerbungen nehmen Bürgerschaftskanzlei, SchülerInnenkammer und Landesjugendring noch bis zum 11. April entgegen. SAN
  • wird fortgesetzt

l nach oben l